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Lahnberge-Campus nimmt Konturen an

Campus-Planungen Lahnberge-Campus nimmt Konturen an

Auf den Lahnbergen sind die Campus-Bauarbeiten der Marburger Universität schon viel weiter fortgeschritten als im Lahntal.

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Die Arbeiten an der Fertigstellung des Chemie-Neubaus auf den Lahnbergen schreiten voran. Die Inbetriebnahme des Gebäudes soll im Sommer 2014 erfolgen.Foto: Tobias Hirsch

Marburg. Das Herzstück für den neuen Lahnberge-Campus soll der Chemie-Neubau werden, an dem schon seit mehr als zwei Jahren gebaut wird. Bereits von der Straße aus, die von der Marburger Innenstadt Richtung Uni-Klinikum führt, sieht man, dass der Bau gewachsen ist. Beim näheren Hinsehen fällt auf, dass die Bauarbeiten auch jetzt zum Ende des Winters auf Hochtouren laufen. Der Rohbau ist mit zahlreichen Baugerüsten eingerüstet. Viele Bauarbeiter sind auf der Großbaustelle unterwegs.

Der erste Spatenstich fand Anfang 2011 statt. Im Februar vergangenen Jahres war dann das Richtfest für den Chemie-Neubau. Der Einzugstermin steht laut Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause auch bereits fest: Voraussichtlich in den Sommerferien 2014 soll der Bau bezogen werden. Für den Großbau auf den Lahnbergen investiert das Land Hessen rund 114 Millionen Euro. Auf rund 17000 Quadratmeter Nutzfläche entsteht das neue Gebäude, dass den Chemikern eine neue Heimstatt bieten soll. Für weitere 3,8 Millionen Euro ist bereits in unmittelbarer Nähe ein Parkhaus errichtet worden.

Uni-Präsidentin:Keine Kostensteigerung

Bisher läuft nach Angaben der Uni-Präsidentin beim Chemie-Neubau alles reibungslos. „Wir liegen im Zeitplan und im Kostenrahmen“, betonte Krause auf Anfrage der OP. Dass die Kosten für das Großprojekt der Marburger Universität nicht gestiegen seien, sei in der heutigen Zeit für ein Bauvorhaben dieser Größenordnung „sehr selten“, freute sich Krause.

Sie erläuterte, dass der Neubau eine kleinere Fläche umfasse als das bisherige Gebäude des Fachbereichs Chemie auf den Lahnbergen, der aber auch zu groß gewesen sei.

Der Neubau wird Labore, Büros und Praktikums-Flächen beinhalten. Die Hörsäle für den Unterricht der Chemie-Studenten werden hingegen weiterhin im Hörsaalgebäude der Chemie zur Verfügung stehen, das auch nach der Inbetriebnahme des Neubaus genutzt werden soll. Auch die Bibliothek der Chemie soll nicht in den Neubau einziehen. Zunächst verbleibt sie im Mehrzweckgebäude, in dem früher die Geowissenschaften zu finden waren. Perspektivisch ist der Umzug der Chemie-Bibliothek in die gemeinsame Bibliothek der Naturwissenschaften geplant, die im Zuge der Campusplanungen errichtet werden soll.

Neues Zentrum auf altem Chemie-Parkplatz

Doch das ist noch Zukunftsmusik: Aktuell stehen auf den Lahnbergen neben der Fertigstellung des Chemie-Baus noch zwei weitere Bauvorhaben auf der Agenda der Universität.

Der Neubau des Zentrums für Tumor- und Immunbiologie wird derzeit auf dem ehemaligen Parkplatz des Fachbereichs Chemie errichtet und soll bereits im Winter dieses Jahres bezogen werden.

Zudem ist auf den Lahnbergen in diesem Jahr noch ein weiterer Bau geplant, dessen Fertigstellung nur noch wenige Monate in Anspruch nehmen soll. Die Rede ist vom Zentrum für Synthetische Mikrobiologie. Richtfest für den Container-Bau soll im April oder Mai dieses Jahres sein, und ab dem Herbst soll der 11-Millionen-Bau bereits genutzt werden.

Um die Grundlage einer geordneten langfristigen Entwicklung für die Lahnberge zu schaffen, war im Jahr 2009 gemeinsam von der Philipps-Universität, dem Hessischen Bau­management sowie der Stadt Marburg der Masterplan Lahnberge erarbeitet worden.

Neben den drei Bauten schreiten auch die Arbeiten an der Infrastruktur für den erweiterten Lahnberge-Campus voran, erläuterte die Uni-Präsidentin. So werden die Ver- und Entsorgungsleitungen ausgebaut. Auch die Planungen für den Ausbau der Busspuren, die künftig mitten durch das Campusgelände führen werden, laufen auf Hochtouren.

von Manfred Hitzeroth

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