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Labor bestätigt: Es sind die Masern

17-Jähriger erkrankt Labor bestätigt: Es sind die Masern

Die Frist, die das Gesundheitsamt gesetzt hat, orientiert sich an der Inkubationszeit der Masernerkrankung, also der Zeit zwischen Ansteckung und dem Auftreten erster Krankheitszeichen.

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Als sicherer Schutz gegen Masern gilt unter Experten nur eine zweifache Schutzimpfung.

Quelle: Achim Scheidemann/dpa

Marburg. Wie der Landkreis Marburg-Biedenkopf am Mittwochabend mitteilte, hat sich ein 17-jähriger Schüler einer Marburger Schule mit Masern angesteckt. Nach OP-Informationen handelt es sich um die Waldorfschule (die OP berichtete). Die Laboruntersuchung habe den entsprechenden Verdacht des Gesundheitsamtes bestätigt.

Alle engen Kontaktpersonen, die nicht sicher vor Masern geschützt sind, dürfen deshalb bis einschließlich Donnerstag, 14. Mai, die Schule nicht betreten. Dies gilt für die Schüler, welche die gleiche Klasse wie der 17-Jährige besuchen, sowie für die Lehrkräfte und Familienangehörigen des Jugendlichen.

Kontaktpersonen unterliegen Einschränkungen

„Von diesem Verbot ausge­nommen ist nur, wer einen sicheren Schutz vor einer Ansteckung mit Masern nachweisen kann. Als sicherer Schutz gelten eine zweifache Masern-Schutzimpfung in der Vergangenheit, die auch dokumentiert wurde, oder eine durchgemachte Masernerkrankung und eine entsprechenden Immunität, die ebenfalls nachgewiesen werden muss“, erläutert Dr. Martin Just vom Gesundheitsamt.

Die engen Kontaktpersonen, wozu neben den Mitschülern und Lehrkräften auch Familienangehörige ohne sichere Immunität gehören, dürfen außerdem bis einschließlich 14. Mai keine anderen Gemeinschaftseinrichtungen betreten. Nach dem Infektionsschutzgesetz handelt es sich dabei um Einrichtungen, in denen überwiegend Säuglinge, Kinder oder Jugendliche betreut werden.

„Mit diesen Schritten wollen wir verhindern, dass noch andere Kinder oder Jugendliche mit dem Virus angesteckt werden. Masern sind eine hoch ansteckende Erkrankung“, betont Dr. Just. Deshalb müsse das Gesundheitsamt die sichere Immunität auch anhand von Impfausweisen oder anderen geeigneten medizinischen Dokumenten überprüfen.

Fründt: Schüler, Eltern und Lehrer sind informiert

Die Fachleute des Gesundheitsamtes raten engen Kontaktpersonen außerdem davon ab, bis einschließlich 14. Mai an Sport- oder Freizeitaktivitäten teilzunehmen. Zudem sollten Besuche im eigenen Haushalt auf Personen beschränkt werden, die gegen Masern immun sind.

Während für die engen Kontaktpersonen ein Betretungs- und Tätigkeitsverbot für die Schule und Gemeinschaftseinrichtungen angeordnet wurden, empfiehlt das Gesundheitsamt den anderen Schülern sowie Lehrkräften der betroffenen Schule, die nicht sicher gegen Masern geschützt sind, bis einschließlich 14. Mai zu Hause zu bleiben.

„Wir haben die Schüler, die Eltern sowie die Lehrkräfte informiert und aufgeklärt. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes haben außerdem, zum Teil in detektivischer Kleinarbeit, mögliche Kontaktpersonen ermittelt und ebenfalls informiert“, sagt Landrätin Kirsten Fründt (SPD).

von unseren Redakteuren

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