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Kurzes, aber heftiges Intermezzo des Winters

Schneefälle Kurzes, aber heftiges Intermezzo des Winters

Und plötzlich ist wieder alles weiß. Wer heute in aller Frühe aus dem Fenster schaute sah sich mit der Rückkehr des Winters konfrontiert. Im Landkreis gab es zahlreiche Verkehrsunfälle.

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Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Der Winter lässt nicht locker: Schnee hat heute in Hessen zu Problemen auf einigen Straßen geführt. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf kam es zu 16 Unfällen. „Zum Glück blieben besonders schwere Verkehrsunfälle aus“, sagte Martin Ahlich. Der Polizeisprecher erklärte, dass sich die Unfälle im gesamten Landkreis ereigneten, mit Ausnahme des Hinterlands.

Der einjährige Jay bewundert die Schneeflocken.  

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Besondere Gefahrenstellen habe man dabei nicht ausmachen können, berichtete Ahlich. Bis 12 Uhr wurden die Beamten in Marburg zu neun Einsätzen gerufen. Bei den Zusammenstößen gab es insgesamt neun leichtverletzte Verkehrsteilnehmer und einen Sachschaden von mindestens 64000 Euro. Die Polizei in Stadtallendorf vermeldete bis in die Mittagsstunden sieben weitere Unfälle mit neun beteiligten Fahrzeugen. Dabei wurden zwei Insassen leicht verletzt. Es entstand laut Polizeiangaben ein Schaden von 28900 Euro. In den Nachmittagsstunden war der meiste gefallene Schnee dann aber schon wieder verschwunden.

Skilifte auf der Sackpfeife laufen noch nicht an

Auch auf der höchsten Erhebung im Landkreis, der Sackpfeife, reichte die gefallene Menge nicht aus, um den Skisport-Betrieb wieder aufzunehmen, „Wir brauchen mindestens 20 Zentimeter Schnee“, sagt der Betriebsleiter des Freizeitzentrums Sackpfeife, Harald Klein. Derzeit reiche es nicht mal für eine geschlossene Schneedecke. Er könne aber jederzeit spontan auf einen erneuten Wintereinbruch reagieren und die Lifte für Besucher öffnen, teilte Klein mit.

Für morgen und die folgenden Tage sagte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach nur noch vereinzelt Schneefälle voraus. Im Bergland sei am Mittwoch noch mit einigen Flocken zu rechnen, sonst bleibe es trocken. Am Donnerstag und Freitag kann es laut DWD bei insgesamt ruhiger Wetterlage immer wieder ein paar Schneeflocken geben. Der Winter präsentiert sich diesmal nicht nur hartnäckig, sondern auch rekordverdächtig dunkel. Der diesjährige Januar sei der dunkelste Januarmonat seit 1951 und der zweitdunkelste Monat überhaupt seit Beginn der regelmäßigen Wetteraufzeichnungen gewesen, sagt Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Gesehen auf den gesamten meteorologischen Winter vom 1. Dezember 2012 bis 28. Februar 2013 sei das „Sonnensoll“ erst zu 55 Prozent erfüllt, obwohl bereits 90 Prozent des Winters vorbei seien.

von Dennis Siepmann

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