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Kuriositäten, aber auch aktuelle Bezüge

Library-Slam Kuriositäten, aber auch aktuelle Bezüge

Nach Poetry-Slams, Science-Slams, Nerd-Nights und anderen Formaten ist die Idee einer kulturellen Veranstaltung mit Bezug zur Philipps-Universität entstanden.

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Moderator Bo Wimmer (rechts außen) und Poetry-Slammer Felix Lobrecht (vorn rechts) begrüßten die Teilnehmer des 1. Library-Slams: Carmen Harsch (von links hinten), Lisa Fröhlich, Carolin
Engelhard, Jakob Kielgass, Marcus Kaser und Sascha Kirchhoff (vorn links).Foto: Arnd Hartmann

Quelle: Arnd Hartmann

Marburg. „Deine Geschichte zum Buch“, mit diesem Aufruf starteten die Initiatoren Dr. Lydia Kaiser, Fachreferentin für Öffentlichkeitsarbeit der Universitätsbibliothek, und Bo Wimmer, Poetry-Slammer und Moderator, den ersten Marburger Library-Slam.

Aus einem Bestand von vier Millionen gedruckten Büchern und tausenden E-Books konnten die Teilnehmer ihre Lieblingsliteratur auswählen. „Der Ablauf ist der gleiche wie beim Poetry-Slam, jedoch wird hier ein Buch vorgestellt“, sagte Wimmer gleich zu Beginn der Veranstaltung. Als „special Guest“ begrüßten die Zuhörer im ausverkauften Saal den gebürtigen Berliner und Marburger Politikstudenten Felix Lobrecht, der aus seinem eigenen Buch „Sommer in Neukölln“ las. Allein oder gemeinsam traten die Slammer im Anschluss mit ihren zehnminütigen Beiträgen gegeneinander an. Dabei konnte aus dem mitgebrachten Buch gelesen oder darüber getextet werden. Langweilig wurde es den Zuhörern dabei nie, Kuriositäten, aber auch aktuelle Bezüge zu Gesellschaft und Religion sowie aus dem Leben eines Fachbuches fanden großen Applaus beim Publikum in der Unibibliothek.

Der erste Slammer des Abends, Jakob Kielgass, interpretierte seinen Text über Empörung und kritische Betrachtung der Umwelt aus den Büchern von Hilde Domin und Stéphane Hessel. Marcus Kaser las aus dem etymologischen Wörterbuch des Deutschen und Sascha Kirchhoff beglückte die Anwesenden mit seinem ironischen Slam aus der Bibel und stellte den Glauben mit einem Hauch schwarzen Humors auf den Prüfstand.

Die Auszubildende im zweiten Lehrjahr an der Universitätsbibliothek, Carolin Engelhard, widmete ihren Text der Mühsal eines studentischen Lehrbuches. Die letzten Vortragenden des Abends bildete das Team von Carmen Harsch und Lisa Fröhlich. Die zwei Studentinnen der Sprechwissenschaften versinnbildlichten den vegetarischen Speiseplan aus einem Diät-Buch über Hitler, welches die Gerichte über die ärmliche Figur stellte.

Am Ende gab es zwei Erstplatzierte: das Team von Harsch und Fröhlich sowie Jakob Kielgass. Den zweiten und dritten Platz erreichten Carolin Engelhard und Marcus Kaser.

von Arnd Hartmann

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