Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Kunstwerke als Tor zur Stadt

Heiko Börner stellte Entwürfe vor Kunstwerke als Tor zur Stadt

Der Bildhauer Heiko Börner stellte dem Kirchhainer Bauausschuss seine künstlerischen Vorstellungen zur Aufwertung des Stadteinganges Am Amöneburger Tor vor.

Voriger Artikel
Kranke Eiche muss gefällt werden
Nächster Artikel
Alles geht ausschließlich über Freiwilligkeit

Heiko Börners Fotomontage zeigt zwei Stahl-Skulpturen auf dem geplanten Fahrbahnteiler. Repro: Klaus Böttcher

Kirchhain. Wo beginnt eigentlich die Stadt? Das ist in den ausgefransten Randgebieten heutiger Städte schwer zu erkennen. Deshalb kam Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) auf die Idee, im Zuge der Sanierung des südlichen Stadteingangs diesen durch ein Kunstwerk deutlich erkennbar zu machen.

Für die Umsetzung gewann der Magistrat den Künstler Heiko Börner, der im vergangenen Jahr mit einer großen Holz-Skuptur das Kirchhainer Bildhauer-Symposium mit großem Vorsprung auf seine vier Mitbewerber gewonnen hatte.

Nach dem einstimmigen Votum des Ausschusses gegen den Minikreisel und für den Fahrbahnteiler am Stadteingang (die OP berichtete) stellte der Gast nur seine für den etwa 20 Meter lang und fünf Meter breiten Fahrbahnteiler geeigneten Entwürfe vor.

Skulpturen sind luftig, kompakt, fünf Meter hoch

Diese bestünden aus jeweils zwei rund fünf Meter hohen Skulpturen. Sie seienen zugleich luftig und kompakt und böten dem Betrachter aus allen Blickwinkeln jeweils ein anderes Bild, erklärte der Bild-hauer.

Der erste Entwurf besteht aus zwei Holz-Säulen, die seiner auf dem Kirchhainer Bahnhofsvorplatz stehenden Arbeit ähneln. Der zweite Entwurf zeigt zwei Säulen aus Stahl. Diese haben eine gitterartige Struktur und eine konische Form. Diesen Entwurf könne er nur in Verbindung mit einem Fachbetrieb realisieren, erläuterte der aus Thüringen stammende Wahl-Münchner.

Die Fachwerkfassaden des Rathauses und der Gänseburg inspirierten den Künstler zum dritten Entwurf, der - so Heiko Börner - einen direkten Bezug zu Kirchhain hat. Die beiden Säulen mit Fachwerk-Struktur erinnern mit ihrer Formgebung an den oberen Teil von Börners Sieger-Skulptur vor dem Bahnhof. Die Gefache möchte der Bildhauer mit transparentem Material füllen. Das erlaubt es, die Skulpturen - wie auch die Stahl-Säulen - von Innen zu beleuchten.

Entwürfe beeindruckenAusschuss-Mitglieder

Die Ausschussmitglieder, Stadtverordneten, Stadträte und Besucher zeigten sich beeindruckt von den Entwürfen, die auch Bürgermeister Jochen Kirchner würdigte. Die Arbeiten könnten auch an anderer Stelle im Stadtgebiet entstehen, erklärte Jochen Kirchner, der den Ausschuss fragte: „Sollen wir so weiter arbeiten?“

Der Ausschussvorsitzende Karl-Heinz Geil ließ abstimmen. Der Ausschuss beauftragte den Magistrat einstimmig, zunächst die Kostenfrage zu klären und dann die Bürger - nach dem Vorbild des Bildhauer-Symposiums - an der Auswahl des zu verwirklichenden Entwurfs zu beteiligen. Bürgermeister Jochen Kirchner stellte vorsorglich klar, dass „die Anlieger Am Amöneburger Tor und in der Untergasse für die Erneuerung der Straßen bezahlen und nicht den Schmuck.“

Für die Kreiselvariante hatte Börner die Skulpturen-Türme quer zur Fahrtrichtung angeordnet, was diesen einen torartigen Charakter gibt. Aber diese Variante soll nicht weiter verfolgt werden.

von Klaus Böttcher

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr