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Kunstrasenplatz soll gebaut werden

Ortsbeirat Cappel Kunstrasenplatz soll gebaut werden

Das Hauptthema der dritten öffentlichen Sitzung des Ortsbeirates Cappel war der geplante Bau einer Eventhalle.

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„Egal wie, der Kunstrasenplatz muss kommen“, wiederholten die Ortbeiratsmitglieder der CDU Cappel bei der Ortsbeiratsitzung. Aber: wer zahlt?

Quelle: dpa

Marburg.  „Der Bedarf ist da“, stellte Ortsvorsteher Heinz Wahlers (SPD) fest. Das sahen auch die anderen Beiratsmitglieder so, denn gegen die von der Firma Stein GbR eingereichte Bauvoran­frage hatte der Beirat keine Einwände entgegenzubringen – solange eine etwaige Lärm­belästigung mit dem einzig betroffenen Anwohner geklärt würde.

Für die Eventhalle soll die aktuell leerstehende Lagerhalle „Zu den Sandbeeten 14“ umgewandelt werden. Weitere Beschlüsse betrafen den Rundweg um den Cappeler Teich. Der Beirat kam bei einer Enthaltung mit sieben Ja-Stimmen zu dem Beschluss, den Rundweg so zu gestalten, dass „wesentliche Spielflächen für den angrenzenden Kindergarten beibehalten werden und die Kita ein pädagogisches Konzept zur möglichen Einbeziehung des Teichs in das Kindertagesstättenkonzept vorlegt“.

1,2 Millionen vom Land Hessen?

Dem ging ein Streit um die Veränderung des Rundwegs um den Teich voraus. Die Stadt Marburg hatte angeregt, ihn um den Kindergarten herumführen zu lassen und somit für ein Teilstück die Nähe zum Wasser zu verlassen, um Platz für die Vergrößerung des Kindergartengeländes zu schaffen, was aber der Cappeler CDU-Fraktion missfiel. Sie hätte den Rundweg gerne direkt am Wasser und würde „zur Not auch eine verkleinerte Kindergartenfläche in Kauf nehmen“, so CDU-Ortsbeiratsmitglied Walter Jugel.

Auch der bisher nicht realisierte Kunstrasenplatz auf dem Sportplatz „Am Köppel“ war Thema: „Egal wie, der Kunstrasenplatz muss kommen“, wiederholten die Ortbeiratsmitglieder der CDU Cappel fast schon gebetsmühlenartig. Am Ende der Diskussion zogen sie ihren Antrag allerdings vorerst zurück. Der Ortsbeirat war dennoch einhellig der Meinung, dass auf dem Sportplatz ein Kunstrasenplatz gebaut werden soll.

Die laut Angaben des Ortsbeirats erforderlichen 1,2 Millionen Euro müssten vom Land Hessen finanziert werden, zudem dieses die Gelder bereits zugesagt habe, forderte Tanja Bauder-Wöhr von der Marburger Linken: „Hessen ist in der Pflicht, zu zahlen.“ Sie findet den Weg der CDU falsch, immer wiederkehrende Anträge einzureichen. Damit sich etwas ändere, brauche es „Druck auf das Stadtparlament“. „Es sollte der Stadt Marburg das Geld wert sein, nach all der Unterstützung von uns Cappelern für das Flüchtlingscamp“, findet auch Jugel.  

von Yannic Bakhtari

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