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Kunstprojekte zieren Stadtteilcafé

Stadtwald Kunstprojekte zieren Stadtteilcafé

Mit neuer Thekenverkleidung glänzt das Stadtteilbistro „A Capella“ der Juko Marburg im Stadtwald in neuem Glanz. Der neue Schmuck dient nicht nur als Deko, sondern auch als kreatives Projekt für junge Erwachsene.

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Die Teilnehmer des Metallkunstprojekts mit Juko-Geschäftsführerin Maria Flohrschütz (Zweite von rechts) und Metallkünstlerin Edeltraut Musiol (Dritte von rechts) strahlen mit ihrem frisch polierten Kunstwerk um die Wette.Foto: Ina Tannert

Stadtwald. Ein glänzendes, auf Hochglanz poliertes Kunstobjekt aus ehemaligen Ofenrohren, Metallresten, Zahnrädern, Rohren und Fahrradteilen schmückt seit wenigen Tagen den Gastraum des Bistros „A Capella“. Das schimmernde Metallwerk ist das Ergebnis der vergangenen Kunstwoche des Jugendkompetenznetzwerks im Rahmen der Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekte für junge Erwachsene.

Der neue Thekenschmuck wurde von Künstlerin Edeltraut Musiol und den Projektteilnehmern feierlich an die Juko Marburg übergeben. Zahlreiche Vertreter aus dem Vorstand des Jugendnetzwerks, der Ausbildungs- und Beschäftigungsprojekte und pädagogische Mitarbeiter nahmen an der Feierstunde teil. „Aus alten Metallresten ist eine wunderschönes, vorzeigbares Kunstwerk geworden“, lobte Geschäftsführerin Maria Flohrschütz die engagierten Jugendlichen. Das Besondere an dem neuen Projekt sei, dass sich die Teilnehmer neben der handwerklichen Erfahrung, auch mit ihrer Kreativität auseinander setzen konnten.

An der Projektkunstwoche nahmen junge Erwachsene aus den Qualifizierungs- und Beschäftigungsprojekten des Bis-tros „A Capella“ sowie aus „AQUA - Forst und Umwelt“ teil. Tagelang hantierten sie mit Schweißgerät und Schleifmaschine, lernten die Grundlagen der Metallverarbeitung kennen, skizzierten ihren Entwurf und verwandelten die unscheinbaren, klumpigen Eisen- und Stahlstücke in ein abwechslungsreiches, kreatives Gesamtkunstwerk. Angeleitet wurden sie von Metallkünstlerin Edeltraut Musiol vom Gut Radenhausen. „Die jungen Leute haben großes Potenzial und Kreativität bewiesen, was dabei heraus kam, ist wirklich großartig“, lobte die ausgebildete Werkzeugmacherin und Metallkünstlerin ihr Team.

Neben der auffälligen Thekenverkleidung, stellten die Projektteilnehmer einen Schriftzug des Bistros sowie eine Skulptur aus Metall und Holz her, die bei künftigen Kulturveranstaltungen auch als Sichtschutz dienen soll, erklärte Karin Punat, Juko-Mitarbeiterin und Initiatorin der Aktion. Unterstützt wurde das Projekt von der Stadt Marburg und durch Spenden zahlreicher metallverarbeitender Unternehmen aus dem Landkreis und darüber hinaus.

Die Projekte der Juko zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass junge Menschen durch besondere, innovative Methoden und Lernformen auf eine Ausbildung oder berufliche Zukunft vorbereitet werden. Neben der Vermittlung von Fachwissen wird auch auf soziale Kompetenz und Schlüsselqualifikationen Wert gelegt. „Wir wollen beschäftigungslosen jungen Erwachsenen einen Neuanfang und neue Chancen ermöglichen“, sagte Flohrschütz. Mit dem Kreativprojekt konnte ein weiterer Schritt in die richtige Richtung getan werden.

Auch die Projektteilnehmer zeigten sich sehr zufrieden mit der Aktionswoche und wollen ihre neu erworbenen Kenntnisse im Bereich der Metallverarbeitung weiter nutzen. Anfang September soll ein Projektfilm über die vergangene Kunstaktion auf der Homepage der Juko Marburg präsentiert werden.

von Ina Tannert

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