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Kritik an Plänen zur Drehbrücke

Lahnufer Kritik an Plänen zur Drehbrücke

Anwohner und Geschäftsleute fordern statt einer Drehbrücke eine normale Brücke, die in ausreichender Höhe über das „schwarze Wasser“ führt.

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Am schwarzen Wasser soll eine niedrige Drehbrücke gebaut werden, sodass Kanuten die Wildwasserstrecke weiterhin nutzen können. Archivfoto

Marburg. Die Stadt will in einigen Wochen eine Brücke am „schwarzen Wasser“, unterhalb der Uferstraße, bauen. Fußgänger und Radfahrer könnten dann von den Lahnwiesen unterhalb der Uferstraße zur Lahnstraße oder zum Behördenzentrum gelangen. Da es sich dort aber um eine der wenigen stadtnah gelegenen Wildwasserstrecken in Hessen handelt, könne keine einfache, niedrige Brücke gebaut werden. Kanuten würden mit ihren Paddeln sonst gegen die Brücke schlagen Eine kleine Drehbrücke soll daher die Lösung sein (die OP berichtete).

Der Marburger Kanu-Club soll die Brücke um 90 Grad drehen können, sodass die Kanuten freie Fahrt haben, erklärte Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne). Das Problem: Der Kanu-Club hätte am liebsten den Status quo, also überhaupt keine Brücke, und mehrere Anwohner, aber auch die Marburger SPD wollen eine „normale“ Brücke. Die Drehbrücke wird dennoch kommen, sagte Kahle. Die Pläne stehen bereits, die Baukosten betragen 60.000 Euro und werden im Zuge des Investitionsprogramms finanziert.

Der Verein „Alles im Biegen“, der eine Brücke prinzipiell begrüßt, sieht eine Reihe von Problemen bei der Umsetzung des Plans. „Wer übernimmt die Verantwortung, dass die Brückendrehung unter Beachtung aller notwendigen Sicherheitsvorkehrungen läuft?“, fragt Dr. Renate Buchenauer, Vorsitzende des Vereins, der die Interessen der Anwohner und Geschäftsleute im Biegenviertel vertritt. „Wir möchten ein Vorhaben bremsen, das sich in der Realität als nicht praktikabel erweist. “, erläutert Buchenauer. Eine normale Brücke, die in ausreichender Höhe über das schwarze Wasser führe, wäre zwar teurer, aber sinnvoll.

von Anna Ntemiris

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Freitagsausgabe der OP.

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