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Krippen aus aller Welt im Rathaus

Adventsausstellung Krippen aus aller Welt im Rathaus

Ein Anziehungspunkt für Einheimische wie Touristen in der Adventszeit ist die große Krippenausstellung im Rathaus. Organisator Horst Vigelahn erwartet auch in diesem Jahr zwischen 4 000 und 5 000 Besucher. Am Mittwoch um 17.30 Uhr wird die Krippenausstellung im Rathaus mit musikalischer Unterstützung des „Singkreises Oberrosphe“ eröffnet.

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Der Wenkbacher Heinrich Evelbauer steuert diesmal zwei Krippen bei, die er in diesem Jahr neu gebaut hat. Die Wände der beleuchteten Grotte werden von Mineralien und Millionen Jahre alten Fossilien bedeckt.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Bis zum 19. Dezember kann man täglich von 13 bis 19 Uhr etwa 80 Krippen aus aller Welt besichtigen. Viele davon stellen Besitzer aus dem ganzen Landkreis zur Verfügung, einige davon haben ihre selbst hergestellt.

Organisator Horst Vigelahn aus Oberrosphe verfügt über einen eigenen Fundus von etwa 80 Krippen, auf den er jedoch nur zurückgreift, um eventuelle Lücken aufzufüllen. Für ihn und sein Helferteam sei es nicht so wichtig, eine möglichst große Menge an Krippen zu zeigen, sondern auf deren Originalität und Vielfalt hinzuweisen. Das können neben aufwendig hergestellten und künstlerisch wertvollen auch ganz einfache Papierkrippen sein, wie es sie im 19. Jahrhundert und später zum Ausschneiden und Basteln gab.

Die größte, 2,50 mal 1,50 Meter messende Krippe stammt in diesem Jahr aus der Werkstatt von Tullio Stabilin aus Speckswinkel. Der gelernte Feinmechaniker fertigt seit Jahren immer wieder neue Darstellungen an, in denen die Weihnachtsereignisse sich mal in Italien, mal in Hessen abspielen.

Ein weiterer begeisterter heimischer Krippenbauer ist Heinrich Evelbauer aus Wenkbach, der voriges Jahr mit einer alpenländischen Weihnachtskrippe das größte Modell gestellt hatte. Die ist diesmal in Gladenbach zu sehen, in Marburg zeigt er zwei kleinere Krippen, die er neu gebaut hat.

Winzige Krippen in Nüssen

In der einen liegt das Jesuskind in einer beleuchteten Grotte, deren Wände Mineralien und Millionen Jahre alte Fossilien bedecken. In der anderen drückt sich Evelbauers Blick für das, was die Natur bietet, noch stärker aus. Sie steht auf einer Eichenstammscheibe unter einem farbigen Baumpilz, umrahmt von einer von Rotfäule ausgehöhlten Buchenstammscheibe. In der Wurzel davor kann man mit etwas Phantasie einen Hundekopf erblicken.

Der Größe nach am unteren Ende liegend, beeindrucken winzige Krippen in Nüssen, die kleinste ist sogar aus einem Kirschkern entstanden. Krippen aus Afrika oder Südamerika sind vertreten. „Jede Krippe hat ihre Geschichte, mit manchen sind die tollsten Erlebnisse verbunden“, weiß Vigelahn. Die kann er an Ort und Stelle erzählen, beispielsweise während er Schulklassen oder Gruppen, die sich zuvor anmelden sollten, durch die Ausstellung führt. Anmeldung beim Fachdienst Kultur der Stadt, Telefon 0 64 21 / 20 17 63, oder Vigelahn und Team, Telefon 0 64 23 / 71 37.

Für Kinder stehen Stifte, Mal- und Bastelbögen bereit. Holzschnitzer Joachim Jähnel aus Heiligenstadt steuert nicht nur eine thüringische Krippe bei, sondern führt an den Wochenenden auch sein Kunsthandwerk vor.
Zudem sollen weitere musikalische Auftritte stattfinden, vor allem an den Wochenenden und manchmal auch spontan, weiß Vigelahn aus Erfahrung. Seit 2004 organisiert er die Ausstellung jährlich, davor gab es sie bereits in einzelnen Jahren. Auf dem Plan stehen bereits die Musikschule Harmonie Kunterbunt aus Schröck am 7. Dezember und der Mellnauer Kirchenchor am 13. Dezember jeweils um 16 Uhr.

von Manfred Schubert

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