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Krim-Krise: Bischof kritisiert Militär-Drohungen

Konflikt zwischen Russland und Ukraine Krim-Krise: Bischof kritisiert Militär-Drohungen

In der Lutherischen Pfarrkirche hat der evangelische Bischof Martin Hein angesichts der angespannten Lage in der Ukraine zu Frieden gemahnt.

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Während einer Podiumsdiskussion in der Pfarrkirche diskutierten Kirchenvertreter und Osteuropa-Experten über die Situation in Ländern wie Ukraine oder Bulgarien. Foto: Karl-Günter Balzer

Marburg. Die Halbinsel Krim stand im Fokus der Sonntagspredigt von Martin Hein. Eindringlich mahnte der Bischof zum Frieden. Es dürfe nicht sein, „dass Machtinteressen mit militärischer Gewalt durchgesetzt werden.“ Der einzige Weg zu einem dauerhaften Ausgleich sei der Weg des Friedens. Die Appelle von Kirchenvertretern seien aller Kritik zum Trotz hilfreich - ohne diese ändere sich die Situation „erst recht nicht“, wie Hein sagte. Im Blick auf die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“, die am Wochenende in Marburg stattfand, hielt der Bischof fest: „Wir gehören in Europa zusammen. Wir stehen solidarisch füreinander ein.“

Dass diese Hilfe noch immer nötig ist, ist das Fazit einer Podiumsdiskussion, die im Rahmen eines Fachtages bereits am Samstag gehalten wurden. Pfarrer Ingmar Kurg aus Estland, Janka Adameova aus Tschechien und Prof. Dr. Sándor Fazakas aus Ungarn schilderten die sozialen Nöte in ihren Ländern. Arbeitslosigkeit, Armut, fehlende Solidarität zwischen den Menschen sind nach dem Zusammenbruch der Planwirtschaft verbreitet. Es habe Enttäuschungen über einen ausbleibenden wirtschaftlichen Aufschwung gegeben. Fremdenfeindlichkeit, Hass auf Minderheiten, häusliche Gewalt, HIV-Infektionen, Drogen- und Alkoholsucht hätten zugenommen.

An dieser Stelle hilft die Spendenaktion „Hoffnung für Osteuropa“. Am Wochenende stellten sich teilnehmende Gruppen vor. Etwa die Marburger Stiftung Prijateli, die sich für Straßenkinder in Bulgarien einsetzt (OP berichtete).

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