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Krieg und Frieden: Wie Hessens Diplomaten arbeiteten

Neuer Sammelband Krieg und Frieden: Wie Hessens Diplomaten arbeiteten

Bündnisse und Friedensschlüsse in Hessen im Mittelalter und der Frühen Neuzeit sind Thema eines jetzt erschienenen Sammelbandes.

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Das schwedische Friedensmahl im September 1649 in Nürnberg fand auch unter hessischer Beteiligung statt. Die Zeichnung stammt aus dem Bestand des Staatsarchivs Marburg.

Quelle: OP (Repro)

Marburg. „Frieden ist ein Dauerthema“, erläuterte Staatsarchiv-Direktor Dr. Andreas Hedwig bei der Tagung im Juni 2014, deren Ergebnisse jetzt in einem Sammelband vorliegen. Kriegerische Auseinandersetzungen und Friedensschlüsse habe es zu allen Zeiten gegeben, so Hedwig. Die historische Entwicklung zeige allerdings, dass im Mittelalter und insbesondere der Neuzeit vermeintlich erfolgreiche Friedenswahrungen in der Regel nicht lange erfolgreich blieben, betonte damals der Marburger Historiker Professor Christoph Kampmann. Krieg sei daher Normalität in der Epoche der Frühen Neuzeit geblieben. Aber auch Friedenssicherung sei ein Handwerk gewesen. Den Ausgangspunkt für die Tagung und eine vorangegangene Ausstellung bildeten die Friedensverträge von Langsdorf aus dem Jahr 1263, in denen von den künftigen hessischen Landgrafen der erste Landfrieden geschlossen wurde.

Welche Ziele verfolgte die hessische Diplomatie? Welche Instrumente standen ihr zur Verfügung? Welche Strategien entwickelte sie und welche Wirkungen entfalteten sie? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Buchs zur Bündnis- und Friedenspolitik der Landgrafschaft Hessen-Kassel vom 13. bis in das 17. Jahrhundert.

  • Andreas Hedwig, Christoph Kampmann, Karl Murk (Herausgeber): Bündnisse und Friedensschlüsse in Hessen. Aspekte friedenssichernder und friedensstiftender Politik der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter und der Neuzeit. Schriften des Hessischen Staatsarchivs 32. 357 Seiten, 39 Euro.

von Manfred Hitzeroth

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