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„Krieg löst
 keine Probleme“

Mahnwache gegen Bundeswehreinsatz „Krieg löst
 keine Probleme“

Teilnehmer aus verschiedenen Gruppierungen trafen sich am Samstagvormittag zu einer Mahnwache.

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„Ich hole jetzt, was mir zusteht!“

Demonstration gegen Kriegseinsatz der Bundeswehr am Hanno-Drechsler-Platz.

Quelle: Rike Werner

Marburg. „Konflikte müssen friedlich gelöst werden“ – unter dieser Kernaussage rief das Bündnis „Nein zum Krieg“ und der friedenspolitische Gesprächskreis des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zu der Veranstaltung auf.

Der Anlass war der Beschluss des Bundestages zum Kriegseinsatz der deutschen Bundeswehr in Syrien. „Wir lehnen Kriegseinsätze ab, da Krieg keine Probleme löst, sondern neue schafft“, erklärte Dr. Ulf Immelt (37) vom DGB.

„Wir erleben, wie sich die Situation von Menschen in Krisengebieten verschlimmert. Ich finde, es ist zynisch zu sagen, wir führen Krieg gegen den IS, nachdem die Bundesrepublik Deutschland Waffen in Krisenregionen gesendet hat“, sagte er.

Immelt betonte den Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise: „Die Flüchtlinge kommen hauptsächlich aus Ländern, wo auch westliches Militär involviert war.“ Der Krieg verstoße gegen Grundgesetz und Völkerrecht und erhöhe die Gefahr von Terroranschlägen, auch in Deutschland.

„Es fehlt überall an Geld, aber fürs Militär werden hohe Summen ausgegeben“, sagte Lino Haupt (16) von der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend. Das Geld fehle im gesamten sozialen Bereich. „Es geht nicht um unsere, sondern um militärisch-wirtschaftliche Interessen. Wir sind gegen diesen Krieg, weil durch ihn Menschen flüchten müssen, sterben und er Gelder beansprucht, die woanders fehlen“, erklärte er.

  • Termine für weitere Mahnwachen: 19. Dezember und 9. Januar, jeweils ab 11 Uhr, am Hanno-Drechsler Platz.

von Rike Werner

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