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Kreuzung ist seit 2014 Unfallpunkt

Tödlicher Unfall bei Siemensstraße Kreuzung ist seit 2014 Unfallpunkt

Keine 24 Stunden nach dem tödlichen Unfall an der Kreuzung Siemensstraße/Neue Kasseler Straße werden Forderungen nach einem Kreisel laut.

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Zahlreiche Rettungskräfte waren bei dem schweren Unfall an der Marburger Siemensstraße am Dienstagnachmittag im Einsatz. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. 31 Unfälle in den Jahren 2012 bis 2015 mit einem Toten, neun schwer und 19 leicht Verletzten - das ist die Bilanz der Kreuzung für die vergangenen vier Jahre. Deshalb klassifizierte die Polizei diesen Bereich bereits 2014 als einen Unfallpunkt, erklärte Martin Ahlich, Pressesprecher der Polizei, am Mittwoch auf Nachfrage der OP. Am Tag zuvor musste die Statistik der Unfallopfer um einen Toten, eine Schwerverletzte sowie vier Leichtverletzte ergänzt werden.

Die Kreuzung sei auch im vergangenen Jahr als Unfallpunkt eingeordnet und als solcher an die Verkehrskommission mitgeteilt worden. Eine Ortsbegehung der stark befahrenen Kreuzung habe ebenfalls bereits stattgefunden, teilte Ahlich weiter mit.

„Aufgrund des gestrigen tödlichen Unfalls am Knotenpunkt L3089 (Neue Kasseler Straße) / Siemensstraße / B3-Anschlussstelle Wehrda/Cölbe wird nächste Woche die Unfallkommission (bestehend aus Vertretern der Straßenverkehrsbehörde der Universitätsstadt Marburg, der Polizei und Hessen Mobil) zusammenkommen und über eine Entschärfung der Kreuzung beraten. „Die Überlegungen sind dabei in alle Richtungen offen“, teilten Hessen Mobil und die Stadt Marburg in einer gemeinsamen Stellungnahme dazu am Mittwoch mit.

Anwohner haben Angst vor der Unfall-Kreuzung

„Viele haben Angst, diese Straße noch zu befahren. Es kann doch nicht sein, dass einem täglich die Schweißperlen auf der Stirn stehen, weil man dort langfahren muss“, sagt Margarete Opper, die bei der Buchbinderei Görich arbeitet, zur OP. Die Angestellten mehrerer Firmen im Gewerbegebiet Siemensstraße wollen in den nächsten Tagen Unterschriften für eine Veränderung der Verkehrsregelung sammeln.

Auch in den sozialen Netzwerken war der tödliche Unfall am Mittwoch weiter ein Thema, es wurde der Ruf nach einem Kreisel laut. Ein Kreisverkehr sei grundsätzlich ein Mittel, um eine solche Kreuzung zu entschärfen, erklärte Polizeisprecher Ahlich.

Verkehrszählung in Bauerbach beendet

Warum es genau zu dem Unfall am Dienstagnachmittag gekommen war, dazu konnte Ahlich am Mittwoch noch nichts sagen. Die Hintergründe soll ein Gutachter klären, der von der Staatsanwaltschaft noch am Dienstag eingeschaltet wurde.

Die bei dem Unfall sehr schwer verletzte Nissanfahrerin aus Kirchhain musste nach Informationen der Polizei operiert werden.

An der Risiko-Kreuzung auf der L3088 bei Bauerbach ist nach OP-Informationen die von den Behörden angekündigte Verkehrszählung beendet. Ergebnisse soll es in den nächsten Tagen geben. Indes hat die Stadt nach eigenen Angaben von Herbst bis Jahresende 2015 sieben Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Ergebnis: Fünf Prozent der Autofahrer fuhren zu schnell. Damit, und mit dem Ergebnis der Verkehrszählung hängt der mögliche Bau eines Kreisverkehrs, den Anwohner nach mehreren schweren Unfällen forderten, zusammen.

von Frank Rademacher und Björn Wisker

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Auf der Neuen Kasseler Straße in Marburg ist es am Dienstagnachmittag in Höhe der Siemensstraße zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen, bei dem ein älterer Mann ums Leben kam.

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