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Kreisreiterbund gibt Entwarnung

„Pferdevirus“ Kreisreiterbund gibt Entwarnung

Aufatmen bei den Pferdebesitzern im Landkreis: Das hoch ansteckende Virus, das in der vergangenen Woche zwei Pferde in einem Bestand in Kirchhain getötet hat, hat sich offenbar nicht weiter ausgebreitet.

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Pferdebesitzer sollten weiterhin wachsam sein und täglich bei ihren Tieren die Temperatur kontrollieren.

Quelle: Miriam Prüßner

Landkreis. Mittlerweile wurde nachgewiesen, dass es sich wie bereits vermutet um das Equine Herpesvirus (EHV-1) handelt. Zwei der drei in der Pferdeklinik behandelten Tiere wurden mittlerweile wieder entlassen, auch das dritte Pferd befindet sich auf dem Weg der Besserung. „Durch hervorragende Quarantänemaßnahmen in dem betroffenen Bestand konnte ein Ausbreiten auf andere Pferde verhindert werden“, erklärt Professor Kerstin Fey im Gespräch mit der OP.

Die Leiterin der Pferdeklinik in Gießen betont, dass es erstaunlich sei und beinahe an „ein kleines Wunder“ grenze, dass der betroffene Bestand es geschafft habe, selbst ein Übergreifen des Virus‘ innerhalb des Stalles zu verhindern. In drei Stalltrakten zeigte kein einziges Pferd Symptome. Seit nunmehr zehn Tagen ist zudem kein neuer Fieberfall aufgetreten. „Damit kann man eigentlich davon ausgehen, dass sich das Virus nicht weiter verbreitet hat“, so die Fachtierärztin.

Turniere wurden abgesagt und Ställe geschlossen

Der Kreisreiterbund Marburg-Biedenkopf gab gestern in einer im Internet veröffentlichten Stellungnahme „Entwarnung“: „Wir gehen davon aus, dass alle nur dann Turniere und ähnliche Veranstaltungen besuchen, wenn das eigene Pferd gesund ist und auch im Stall kein anderes Pferd verdächtige Symptome aufweist“, heißt es auf der Seite des Kreisreiterbundes.

Das Auftreten der über Nasensekrete übertragbaren Virusinfektion, die mit hohem Fieber und Lähmungserscheinungen einhergeht, hatte vergangene Woche dazu geführt, dass Reitturniere abgesagt wurden und viele Ställe im Landkreis
ihre Türen schlossen.

Herpesvirusinfektion bricht im Frühjahr häufiger aus

Laut Prof. Fey ist es nun genauso „unbedenklich an einem Turnier teilzunehmen, wie vor sechs Wochen“. Da 80 Prozent der Pferde Träger des Herpesvirus seien, könne es „jederzeit jeden treffen“. Vor allem im Frühjahr breche eine Herpesvirusinfektion häufiger aus. Oft bleibe dies jedoch von den Pferdebesitzern unbemerkt.

Wichtig sei deshalb, vorbeugend tätig zu sein und einmal täglich die Temperatur des Pferdes zu kontrollieren. „So kann ein erkranktes Pferd rechtzeitig isoliert und behandelt werden sowie einer Ansteckung auf andere Pferde vorgebeugt werden“, betont Fey. 

von Nadine Weigel

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