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Internationaler Austausch

Kreis zahlt 15.000 Euro für Japanreise

Kreispolitiker sind heutzutage international gefragt. Nach zurückliegenden Paris-Dienstreisen des Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow (CDU) fliegt nun Landrätin Kirsten Fründt (SPD) nebst vierköpfiger Begleitgruppe nach Japan – auf Kosten des Landkreises.

Landrätin Kirsten Fründt fliegt nach Japan.

© Archiv / dpa

Marburg. Man rechne mit einem finanziellen Aufwand von brutto rund 15.000 Euro, sagte Fründt während der Kreistagssitzung am Freitag auf Nachfrage von Sandra Laaz (Grüne). Doch seien die Kosten noch nicht vollständig absehbar. Hintergrund der Reise ist nach Fründts Ausführungen eine Einladung des Bürgermeisters der Gemeinde Kuzumaki in Japan – seit Jahren kämen regelmäßig Delegationen von dort zum Austausch nach Marburg-Biedenkopf.

Sie habe für sich und den Ersten Beigeordneten „eine generelle Genehmigung für Dienstreisen ins Ausland“ eingeholt beim Kreisausschuss, erklärte Fründt und verwies darauf, dass dies formal gar nicht notwendig sei. Der Kreisausschuss habe zugestimmt.

Unterwegs mit Reiseleitung und Dolmetscherin

Teilnehmen an der Reise werden neben der Landrätin ein Mitarbeiter aus ihrem Büro,  nämlich der Stabsstellenleiter Ralf Laumer, außerdem als Mitarbeiter aus dem Fachdienst Klimaschutz und erneuerbare Energien Stefan Franke sowie eine externe Kraft als Reiseleitung und eine Dolmetscherin.

Bei den Gesprächen in Japan solle es um erneuerbare Energien, Direktvermarktung und Klimaschutz gehen – dafür sei Kuzumaki Vorreiter in Japan, erklärte Fründt (Archivfoto). Betriebsbesichtigungen, politische Gespräche und der Austausch mit Wissenschaftlern seien vorgesehen. Darüber hinaus wollen Fründt und Begleiter die Schulkinder aus Fukushima besuchen, die nach der Tsunami-Katastrophe zur Erholung in den Landkreis gekommen waren.

 
Auswahl der Mitreisenden nach „fachlichen“ Kriterien

Zum Abschluss der zehntägigen Reise sei ein Gespräch mit dem ehemaligen japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan geplant, in dessen Amtszeit die Tsunami-Katastrophe fiel und von dem es heißt, er habe damals die Weichen gestellt für eine moderne Energiepolitik in Japan. Sie werde im Kreisausschuss und gern auch im Kreistag über die Reise berichten, sagte Fründt, aus deren Ausführungen nicht hervorging, welchen Nutzen der Landkreis aus dem Japan-Aufenthalt zieht.  

Laaz erkundigte sich nach den Beweggründen für die Auswahl von Fründts Mitreisenden. Sie werde von den Mitarbeitern begleitet, die aus fachlichen Erwägungen mit dabei sein sollten, sagte Fründt. Die Reise für einen Zeitraum von zehn Tagen geplant und beginnt diesen Samstag.

von Carina Becker


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