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Kreis rechnet mit weiterem Flüchtlings-Camp

Neue Vereinbarungen mit Kommunen Kreis rechnet mit weiterem Flüchtlings-Camp

Landrätin Kirsten Fründt erwartet, dass kurzfristig eine weitere Flüchtlings-Notunterkunft eingerichtet werden muss. Zudem steigt die Zahl der Asylbewerber, für die dringend Wohnraum benötigt wird.

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Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland steigt weiter. Der Landkreis wird kurzfristig eine weitere Notunterkunft aufbauen müssen.

Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Marburg. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf wird Vereinbarungen mit den Kommunen über die Unterbringung von Flüchtlingen teilweise nicht einhalten können. Der Grund: Die Zahl der Flüchtlinge steigt rasant. „Wir sind jetzt an einem Punkt, dass die Obergrenzen von der Realität eingeholt werden“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (CDU) am Freitag.

In einigen Kommunen würden nun zeitweise mehr Flüchtlinge wohnen als zunächst geplant war. Der Kreis habe in diesem Jahr bereits rund 1100 Menschen im Zuge der regulären Zuweisung unterbringen müssen. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2014 waren es 685.

Zachow hat laut Kreis-Sprecher Markus Morr am Freitag die Bürgermeister darüber informiert, dass bis Jahresende jetzt 600 zusätzliche "Unterbringungsmöglichkeiten" benötigt werden. Eine weitere Herausforderung sei die steigende Zahl der minderjährigen Flüchtlinge, die ohne Eltern im Kreis ankommen. Waren es im dritten Quartal noch 27, sollen nun bis Ende des Jahres 170 kommen. Prognostiziert waren nur 74.

Die Jugendlichen müssten zunächst in Gemeinschaftsunterkünften, beispielsweise in Jugendherbergen, untergebracht werden. Die Kreisverwaltung bereitet sich derzeit auch auf die erneut kurzfristige Einrichtung einer weiteren Notunterkunft für mehrere hundert Flüchtlinge vor. Bis zu tausend Flüchtlinge erreichen täglich die Erstaufnahme in Hessen.

von Anna Ntemiris

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