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Krebsforscher bleibt in Marburg

Erfolgreiche Bleibeverhandlungen Krebsforscher bleibt in Marburg

Der Molekular-Onkologe Professor Thorsten Stiewe konnte in Marburg gehalten werden. Darüber herrscht auch im Marburger Uni-Klinikum Freude.

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Professor  Thorsten Stiewe (rechts) bleibt in Marburg, Darüber freuen sich Medizin-Dekan Professor Helmut Schäfer (Mitte) und Krebs-Spezialist Professor Andreas Neubauer.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Freude beim Marburger Medizin-Dekan Professor Helmut Schäfer: Thorsten Stiewe (44), Professor für molekulare Onkologie, geht nicht an die Universitäten Freiburg oder Essen. Von beiden Zentren der molekularen Krebsforschung hatte Stiewe Rufe erhalten, die er nach Bleibeverhandlungen ablehnte.

Schäfer verkündete diesen Erfolg am Donnerstag auf einer Pressekonferenz im Uni-Klinikum auf den Lahnbergen. Stiewe sei ein hoch renommierter Wissenschaftler, der eine zentrale Professur im Schwerpunkt Tumororschung an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und klinischer Versorgung innehabe, erläuterte der Dekan.

Der Fachbereich habe dem Forscher ein umfangreiches Bleibeangebot gemacht, das eine bessere personelle und apparative Ausstattung beinhaltet. So werden für das neue Institut für molekulare Onkologie, das Stiewe künftig leitet, ein Apparat für die Einzelzell-Sequenzierung sowie ein Kleintier-Computertomograph angeschafft. Zudem kommt neues Personal, darunter auch Bioinformatiker.

Stiewes Know-how verbessert die Therapiechancen

Stiewe entwickele auf hohem Niveau neue Methoden für die Genom-Analyse von Tumorzellen, betonte Professor Rolf Müller, der Leiter des Zentrums für Tumor- und Immunbiologie. Mit der sich stetig neu entwickelnden Technologie sei es den Forschern möglich, die Gene einzelner Zellen zu analysieren.

Es sei heutzutage in der Krebsheilkunde für eine erfolgreiche Therapie immer wichtiger, die molekulare Charakterisierung der Tumorzellen zu erforschen, erklärte der Krebsmediziner Professor Andreas Neubauer. In dieser Hinsicht helfe das Know-how Stiewes mit, die Therapiechancen von Krebspatienten zu verbessern.

Stiewes Spezialgebiet in der  Forschung ist ein spezielles Gen mit dem Namen „P 53“, das das am häufigsten mutierte Gen bei Krebspatienten ist. Dabei geht der Wissenschaftler vor allem der Frage nach, wie dieses Gen verhindert, dass  Tumorzellen bekämpft werden.

Der gebürtige Essener Stiewe kam nach dem Studium und der Doktorarbeit an der Uni Essen und einer Zwischenstation in Würzburg im Jahr 2007 als Professor nach Marburg. Die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen und die jetzt noch einmal verbesserten Arbeitsbedingungen  nannte er als Hauptgründe, um in Marburg zu bleiben.

von Manfred Hitzeroth

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