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Krause kämpft gegen zwei Professoren

Uni-Präsidentenwahl Krause kämpft gegen zwei Professoren

Aus sieben mach drei: Nach diesem Motto hat die Findungskommission nun Bewerber vorgeschlagen, die sich bei der Präsidentschaftswahl der Uni-Wahlversammlung stellen.

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Im April 2010 war die Amtsübergabe von Präsident Professor Volker Nienhaus (links vorne) an Professorin Katharina Krause (sitzend erste Reihe). Sie stellt sich der Wiederwahl.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Im Rennen um die Präsidentschaft der Philipps-Universität ist eine Vorentscheidung gefallen.  Die Findungskommission schlägt drei Bewerber vor: die erneut kandidierende Amtsinhaberin, Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause (55)  sowie die beiden Professoren Burghart Schmidt (Montpellier) und Thomas Lenk (Leipzig). Insgesamt sieben Bewerbungen waren bei der Uni eingegangen. Es geht um die turnusmäßige Präsidentschaftswahl. Anfang 2010 hatte Krause als Uni-Präsidentin die Nachfolge von Professor Volker Nienhaus angetreten.

Sie ist in der fast 500-jährigen Geschichte der Marburger Hochschule die erste Frau an der Spitze. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte die Kunsthistorikerin während einer Senatssitzung ihre Bereitschaft für eine neuerliche Kandidatur erklärt. Damals hatte sie bereits gesagt, dass sie bis zur Wahl öffentlich nichts weiter über ihre Ziele oder ihr Programm für eine mögliche zweite Amtszeit sagen wolle. So hält sie es auch bis zur Kandidaten-Befragung am 17. Juni weiter. Gegenüber der OP bekräftigte sie auf Anfrage, dass sie sich nicht weiter äußern wolle.

Schmidt ist in Marburg kein Unbekannter

Zweiter im Bunde der Kandidatenschar ist der Historiker Professor Burghart Schmidt.  Er ist in Marburg kein Unbekannter, Er hat nämlich bereits der vergangenen Uni-Präsidentschaftswahl kandidiert. Damals erhielt Schmidt genauso wie der damalige Marburger Chemie-Dekan Professor Gernot Frenking vier Stimmen. Das reichte allerdings nicht aus, um Krause Paroli zu bieten, die im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit zur Präsidentin gewählt wurde.

Burghart Schmidt (53) wurde in Hamburg geboren und wuchs in Bremen auf. Sein wissenschaftliches Leben verbrachte er bis zu seinem Wechsel nach Frankreich an der Universität Hamburg. 2006 wurde Schmidt Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Paul-Valery Montpellier III in Südfrankreich. Seit 2008 ist der Spezialist für die Themen Hexenverfolgung und das Zeitalter der Französischen Revolution und Vizepräsident an der französischen Uni sowie Direktor der internationalen Beziehungen und Leiter des Spracheninstitutes.

Bewerber stellen sich in der Aula vor

Dritter im Bunde der Kandidaten ist Professor Thomas Lenk. Er ist seit 1993 Professor für Finanzwissenschaften an der Universität Leipzig und war zuvor von 1986 bis 1993 wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Professor Bert Rürup an der Technischen Hochschule Darmstadt. In seiner Habilitationsarbeit beschäftigte er sich mit dem Thema „Reformbedarf und Reformmöglichkeiten des bundesdeutschen Finanzausgleichs“.  Lenk ist als für die Themen „Entwicklung und Transfer“ zuständiger Prorektor auch in die Leitungsebene der Universität Leipzig eingebunden. Am Mittwoch, 17. Juni, werden sich alle drei Bewerber in einer öffentlichen Veranstaltung in der Alten Aula den Fragen der Uni-Wahlversammlung stellen.

Am 24. Juni wird dann die öffentliche Wahl erfolgen, bei der geheim abgestimmt wird. Wahlberechtigt sind dann die Mitglieder des Marburger Uni-Senats und deren Stellvertreter.

von Manfred Hitzeroth

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