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Kranz schwebt auf „Tor zum Richtsberg“

Richtfests für Sozialwohnhaus Kranz schwebt auf „Tor zum Richtsberg“

Während des Richtfests für das Sozialwohnhaus in der Friedrich-Ebert-Straße kündigten Magistrat und GWH weitere Wohnraumverdichtungen an.

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Richtfest am Richtsberg: Der Einzug von Bewohnern in die Friedrich-Ebert-Straße ist ab 2017 geplant.

Quelle: Björn Wisker

Marburg. In Form, Größe und Gestaltung sei das Sozialwohnungshaus für Marburger Verhältnisse „außergewöhnlich und spektakulär“, sagt Stefan Bürger, GWH-Geschäftsführung. Am Richtsberg werde „ein Akzent für die ganze Gegend gesetzt“.

Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) sieht das ähnlich: „Dieses Haus wird eine Marke, 
es entsteht ein Eingangstor zum Richtsberg“. Bürger bezeichnet das siebengeschossige Haus, das 37 Wohnungen zählt und 6,2 Millionen Euro Baukosten umfasst, als „Leuchtturm-
Immobilie“. Die Apartments messen zwischen 46 und 85 Quadratmetern.

„Eine Lösung für den Wohnungsengpass ist die Verdichtung, selbst auf engen Grundstücken. Am oberen und mittleren Richtsberg werden wir das dementsprechend auch weiter machen. Der Städtebau, den wir betreiben, nutzt allen Menschen, speziell denen, die sich auf dem freien Mietmarkt wenig leisten können“, sagt Bürger. Die GWH besitzt nach eigenen Angaben bisher 1600 Mietwohnungen in Marburg.

Die Linke fordert Verbesserung der Infrastruktur

In der Nachbarschaft keimte zuletzt Kritik an dem Wohnhausbau auf. „Dieser Klotz wird immer höher, ein Stockwerk nach dem anderen kommt da drauf“, sagt etwa Tatjana Schmidt im OP-Gespräch. Schon vor Baubeginn im Sommer 2015 reichten 100 Richtsberg-Bewohner eine Unterschriftenliste beim Magistrat ein, um gegen die Verdichtung – auch im Damaschkeweg – zu protestieren.

Der Richtsberg-Ortsbeirat weiß um die Ablehnung von Teilen der Anwohner. „Man hat Bauchschmerzen mit dieser Umsetzung“, sagt Bernd Hannemann (Linke), der nach Abschluss der Bauarbeiten Infrastruktur-Verbesserungen für den Stadtteil fordert.

Bis 2020 sollen laut Kahle weitere 100 bis 200 Sozialwohnungen in Marburg entstehen, um „den prognostizierten Bedarf, der vor allem durch Zuzug entsteht, zu decken“. Ende 2015, inmitten der Flüchtlingskrise, 
ging der Magistrat noch von mindestens 300 zusätzlich benötigten Sozialwohnungen aus.

von Björn Wisker

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