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Ansage Zukunft Kontakt, Beratung, Information

Rundum positiv fiel am Sonntagnachmittag das erste Zwischenfazit zur Ausbildungsmesse „Ansage Zukunft“ aus. Mehr als 60 Aussteller hatten sich dort jungen Menschen aus der Region als potentielle Arbeitgeber präsentiert.

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Betriebe, Hochschulen, junge Leute: Die Bildungsmesse „Ansage Zukunft“ bringt sie alle zusammen. Der zweite Messetag ist heute.

Quelle: mymedia

Marburg. „Wir sind sehr zufrieden“, kommentierte Elena Schneider von der Messeleitung am Nachmittag zur Resonanz auf die Messe am ersten Tag. „Die Aussteller haben sehr positives Feedback gegeben und fühlen sich sehr wohl in den Räumlichkeiten“, berichtete sie. Aber auch aus der Zielgruppe - Schüler, Abiturienten und Studenten - gab es in den Feedback-Bögen wohlwollende Rückmeldungen. Besonders de „gute Beratung“ durch die Aussteller wurde dort häufig genannt.

Die angepeilte Besucherzahl für den ersten Tag war bereits zu einem frühen Zeitpunkt überschritten worden. „Das typische Bild an diesem Tag waren Jugendliche, die mit ihren Eltern vor den Ständen standen und sich gemeinsam Gedanken über die Zukunft gemacht haben“, fasste Johannes Klotz vom Messeleitungs-Team das Geschehen zusammen. Einige Aussteller hätten sich aufgrund der guten Erfahrungen bei der Premiere bereits nach einer Neuauflage der Messe erkundigt.

„Es ist eine sehr positive Veranstaltung“, erklärte etwa Rene Raabe aus der Personalabteilung der Firma Hoppe. Es habe eine Vielzahl an Gesprächen mit potentiellen Bewerbern gegeben, die an einer Ausbildung, aber auch an Praktika, Bachelor- beziehungsweise Masterarbeiten oder aber auch am beruflichen Wiedereinstieg interessiert gewesen seien. Auch zu aufgrund des Fachkräftemangels vakanten Stellen habe es „gezielte Fragen“ gegeben.

Trend: Ohne Duales Studium geht es nicht

„Wenn es um die Orientierung für die berufliche Zukunft geht, läuft sonst viel über die Schule“, sagte Schüler Jacob Binder, der sich besonders nach Möglichkeiten für ein duales Studium im technischen Bereich umsehen wollte, „Da gibt es hier einiges“, zeigte er sich angetan und fand es „gut, dass es so eine Messe hier gibt“.

Apropos duales Studium: Ohne geht es in vielen Bereichen gar nicht mehr. Thorsten Wagner von SW Motech, einem Hersteller von Motorrad-Zubehör in Rauschenberg, berichtet, „dass immer mehr Auszubildende Fragen, ob dies bei uns möglich ist.“ Der Betrieb biete deswegen unter dem Dach der ADG-Business-Group ein berufsbegleitendes Bachelor-Studium an.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf ermöglicht, so Ausbildungsbeauftragte Andrea Dersch, seinen Mitarbeitern nach der Ausbildung ein duales Studium.

So handhabt es auch die Firma Seidel, die derzeit etwa 50 junge Menschen in einem knappen Dutzend Berufen ausbildet. Sie haben die Chance zu einem dualen Studium nach der Ausbildung.

Vor allem für „Erstkontakte“ nutzten Besucher wie Aussteller die Messe. Besucherin Mara Buchstab erkundigte sich für die Zeit nach dem anstehenden Abitur nach Optionen im Freiwiligendienst. Neuntklässlerin Marieannique Troll hingegen nutze die Chance sich schon frühzeitig zu orientieren. Auf der Suche nach Praktikumsplätzen wollte sie schon einmal „gucken, was sich so ergibt“.

Trend: Bewerbungsmappe hat ausgedient

Wichtige Tipps gab es in Fachvorträgen unter anderem für das Bewerbungsverfahren. Höhepunkt des ersten Tages sicherlich der abendliche Auftritt von Jürgen Hesse. Der „deutsche Bewerbungspapst“ ist vielen Menschen besonders durch seine zahlreichen Buchveröffentlichungen zu den Themen Ausbildung und Karriere bekannt (ausführlicher Bericht in der Dienstagsausgabe).

Jens Ihle, der Geschäftsführer der Regionalmanagement Mittelhessen GmbH nutzte den Sonntag, um den Besuchern besonders den neuen Service des Regionalmanagements, in dem 150 Unternehmen, die drei mittelhessischen Hochschulen, Institutionen, Kommunen und Einzelpersonen zusammengeschlossen sind.

Die klassische Bewerbungsmappe hat ausgedient. repräsentative Umfragen zeigen, dass sich drei Viertel aller Bewerber online um eine Stelle oder einen Ausbildungsplatz bemühen.

Auch das Regionalmanagement geht davon aus, dass die Mehrzahl der Bewerbungen heute online geschrieben werden - und dass Bewerber wie Betriebe jede Menge Zeit aufwenden müssen, bis Betriebe und junge Leute, die zueinander passen, auch zueinander gefunden haben. Eine technische Lösung ist eine Art „Dating-Plattform“, in der junge Menschen ihr Profil und ihre Berufswünsche angeben können und anschließend Angebote von Betrieben erhalten, wenn es genügend Übereinstimmungen zu den Wünschen des Unternehmens gibt.

Noch den ganzen Tag können sich heute Schüler, Abiturienten oder Studenten wichtige Tipps in der großen Georg-Gaßmann-Halle holen. Um 10.30 Uhr beginnt die Volksbank Mittelhessen mit einem Vortrag zum Thema „Do‘s and Dont‘s beim Bewerbungsgespräch“. Weiter geht es unter anderem mit Vorträgen zu den Themen Freiwilligendienst, Jobmatching in Mittelhessen oder Duales Studium.

Das komplette Messeprogramm für den zweiten Tag, Fotos und Informationen auf www.ansage-zukunft.de

von Till Conrad und Peter Gassner

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