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Komplizierte Fälle in der Teddyklinik

Arztbesuch Komplizierte Fälle in der Teddyklinik

880 Kindergartenkinder werden mit ihren Kuscheltieren in der inzwischen 7. Teddyklinik am Marktplatz erwartet. Sie werden von fast 200 angehenden Medizinern betreut.

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Kinder der Wetteraner „Arche“ warten mit ihren Kuscheltieren vor der Annahme. Und Simons Teddy muss geröntgt werden.

Quelle: Foto: Badouin

Marburg. Sie heißen Muschel, Hilde, Kater Baduschall oder Elchi, sind zwischen 10 und 30 Zentimetern groß und meist aus Plüsch.

Am Donnerstag und am Freitag wurden und werden Kuscheltiere scharenweise in die Teddyklinik gebracht. 150 Medizinstudenten, 40 Pharmaziestudenten und etwa zehn Zahnmedizinstudenten haben alle Hände voll zu tun, denn in der Regel haben die Kuscheltiere schwere Verletzungen: Häsin Hilde hat sich bei einem Fahrradsturz trotz Helm ein Ohr gebrochen und ein anderes verstaucht, Elchis Geweih ist bei einem Unfall abgerissen, Kater Baduschall hat sich beim Spielen den Arm gebrochen. Prellungen, Schürfwunden, Zahnschmerzen, Bauchweh – in der Teddyklinik werden große und kleine Wehwehchen mit liebenswertem Einsatz behandelt.

Die Teddyklinik ist eine Idee aus Schweden, die Studierende vor sieben Jahren in Marburg etabliert haben. Sie soll Kindern die Angst vor einem Arztbesuch nehmen. Demnächst wird man genau wissen, ob es funktioniert. Professor Rolf Meier, Leiter der Marburger Kinderklinik, hat eine Doktorarbeit über die Teddyklinik angeregt.

Am Freitag Nachmittag ist von 13 bis 16 Uhr offene Sprechstunde.

von Uwe Badouin

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