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Koalition zeigt CDU die kalte Schulter

"Schrägaufzug" Koalition zeigt CDU die kalte Schulter

Eine klare Mehrheit im Marburger Stadtparlament unterstützt die Planungen für eine Schlossanbindung - im Prinzip.

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Interessiert verfolgten Besucher von der oberen Empore des Sitzungssaals die Diskussion im Stadtparlament.Foto: Nadine Weigel

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Was unter dem Begriff „Schrägaufzug“ in Marburg gehandelt wird, wird wohl nie kommen. Realistisch ist eine Beförderungskabine auf Schienen, die auch Kurven fahren kann und andernorts unter „WiLi“ firmiert. Das ist das Ergebnis einer Studie, die ein Ingenieurbüro im Auftrag des Magistrats erstellt hat.

Wie Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) am Freitagabend im Stadtparlament mitteilte, muss vor Detailplanungen eine Reihe von Fragestellungen noch geklärt werden - unter anderem der notwendige Erwerb des Gebäudes Wettergasse 43 sowie eine Stellungnahme der Uni­versität zu den Auswirkungen der geplanten Trasse auf das Physikalische Institut.

Vorlage soll zum Jahreswechsel kommen

Die CDU wollte in ihrem Antrag erreichen, dass der Magistrat seine Planungen forciert und einen Zeit- und Finanzplan vorlegt, „damit die Mittel im Haushalt 2015/2016 berücksichtigt werden können“. Der Antrag, unterschrieben von allen Fraktionsmitgliedern, drücke die Unterstützung der Christdemokraten für die Schlossanbindung aus, sagte der CDU-Abgeordnete Roger Pfalz („Die Idee finden wir gut!“), der im Übrigen aber wenig Verständnis für die Haltung der Koalition hatte. Die Sozialdemokraten lehnten wie der Rest des Hauses den Antrag ab - vor Ende 2016 werde für den WiLi ohnehin kein Geld ausgegeben, sagte der Abgeordnete Stefan Hesse.

Das sah Vaupel auf Nachfrage von Pfalz nicht so, er stellte für den Jahreswechsel eine Vorlage für das Parlament in Aussicht - was bedeuten würde, dass Mittel noch in den Haushalt 2015/2016 eingestellt werden könnten. Er soll Ende Februar beschlossen werden.

Die Marburger Linke lehnt die Planungen ab. Der Abgeordnete Jan Schalauske nannte sie „unausgegoren“, sie kämen nur dem Tourismus zugute, nicht aber den Marburgern.

Er forderte stattdessen den Ausbau des ÖPNV - auch zum Schloss. „Die Koalition sollte sich darauf konzentrieren, die Mobilität für alle zu verbessern“, sagte Schalauske.

von Till Conrad

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