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Klinikum zählt zu den 20 Top-Kliniken

"Focus"-Klinikliste Klinikum zählt zu den 20 Top-Kliniken

Freude im Marburger Uni-Klinikum: Auf der Focus-Rangliste der besten deutschen Kliniken liegt die Marburger Klinik auf Platz 18 und damit weit vor dem Nachbar-Klinikum in Gießen.

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Sie freuen sich über das „Focus“-Ranking (von links:) die Professoren Rainer Hofmann, Stephan Schmidt, Susanne Albert. Rolf-Felix Maier, Rita Engenhart-Cabillic, Matthias Rothmund (Medizin-Dekan) und Dr. Holger Thiemann sowie die Professoren Wolfgang Oertel, Tilo Kircher und Richard Dodel sowie die Neurologie-Pflegekräfte Ralf Knobel-Lorenz und Agnes Gross. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. In Hessen ist nur das Frankfurter Uni-Klinikum (Platz 7) auf der jetzt veröffentlichten Klinikliste des Magazins „Focus“ besser platziert. Auf der von der „Charité Universitätsmedizin Berlin angeführten Liste“, die einen Qualitätsvergleich von rund 2000 Kliniken vornimmt, findet man das Uni-Klinikum auf Platz 18 und damit weit vor dem Uni-Klinikum in Gießen. Für die Liste wurden bei speziellen Erkrankungen Kriterien wie Behandlungserfolg, Patientenzufriedenheit, Fallzahlen, Technik-Ausstattung, Anzahl der Ärzte, Qualifikation der Pflegekräfte oder Hygienestandards analysiert. Die Liste ist das Ergebnis der Auswertung von Qualitätsberichten, einer Fragebogen-Erhebung bei den einzelnen Kliniken sowie von Ärzte-Empfehlungen.

Das gute Ergebnis war Anlass genug, in Marburg zu feiern und in einer Pressekonferenz im Besprechungszimmer der Klinik-Geschäftsführung die Direktoren der besonders ausgezeichneten Kliniken vorzustellen. „Wir freuen uns sehr, dass wir hier am Standort Marburg ein so hervorragendes Ergebnis erzielt haben“, sagte Dr. Holger Thiemann, Kaufmännischer Geschäftsführer des Marburger Uni-Klinikums. Es freue ihn, dass Marburg im „brüderlichen Wettkampf“ mit Gießen die Nase vorne habe“, sagte Thiemann auf Anfrage der OP.

Besonders gut platziert sind die Marburger Neurologen. Für die Krankheit „Parkinson“ liegt die Neurologische Klinik auf Platz 1, und für „Alzheimer“ wurde der sechste Platz im Klinik-Vergleich erreicht. „So eine Leistung kann man nur mit einer hervorragenden Gruppenleistung erreichen“, so Professor Wolfgang Oertel, Leiter der Neurologischen Uni-Klinik.

Damit bezog er ausdrücklich auch die Pflegemitarbeiter mit ein. In Marburg sei gleichzeitig ein deutschlandweit herausragendes „Parkinson“-Forschungszentrum angesiedelt. Für die Krankheit „Alzheimer“ betonte der Neurologie-Professor Richard Dodel, dass die Gedächtnis-Sprechstunde und die Zusammenarbeit von Neurologen und Psychiatern besonders hervorzuheben sei.

Die Krankheits-Indikationen „Angst“ (Platz 15), „Zwang“ (Platz 14) und Depression (Platz 17) wurden in der von Professor Tilo Kircher geleiteten Uni-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie bewertet.

Aus Sicht Kirchers kommt das gute Ergebnis durch die gute Zusammenarbeit von Ärzten, Psychologen, Pflegern sowie Ergotherapeuten zustande. Zusätzlich positiv wirke sich aus, dass die Fachpflegerschule wieder vorhanden sei.

Bei der Erkrankung (Brustkrebs) wurde von der Uni-Frauenklinik Platz 41 im Vergleich der Spezialkliniken erreicht. Professorin Susanne Albert betonte einerseits die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den anderen Krebsspezialisten des Klinikums und andererseits die Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten beim Aufbau eines regionalen Netzwerkes.

Für die Erkrankung „Prostatakrebs“ erzielte die von Professor Rainer Hofmann geleitete Urologie-Uni-Klinik Platz 17 im Vergleich der Spezialkliniken. „Wir können operativ alle Therapien anbieten“, erläuterte Hofmann. Zudem sei die Anzahl der operierten Patienten im deutschlandweiten Vergleich sehr hoch.

Beim Thema „Risikogeburt“ liegt das Uni-Klinikum auf Rang 31. Dafür verantwortlich zeichnen gemeinsam die Professoren Rolf-Felix Maier (Kinderheilkunde) und Stephan Schmidt (Frauenheilkunde). Schmidt freut sich besonders darüber, dass der eigens gegründeten Klinik für Geburtshilfe und Perinatalmedizin durch die Focus-Liste eine hohe medizinische Qualität sowie ein hoher Hygiene-und Pflegestandard bescheinigt werde.

Die von Professorin Rita Engenhart-Cabillic geleitete Klinik für Strahlentherapie wurde im deutschlandweiten Vergleich auf Platz 42 gelistet. Sie verwies darauf, dass eine Teamleistung entscheidend für den Erfolg einer solchen Klinik sei. Allerdings sei es derzeit in ganz Deutschland nicht leicht, geeignetes Personal für diesen Medizinsektor zu finden.

von Manfred Hitzeroth

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