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Klimaschutz soll nicht an Grenze enden

Deutsch-Polnisches Energieforum Klimaschutz soll nicht an Grenze enden

Beim ersten deutsch-polnischen Energieforum besichtigten die Gäste aus Koscierzyna Windkraft-, Biomasse- und Solaran­lagen im Landkreis und konnten Anregungen für eigene Projekte sammeln.

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Die Delegation aus dem polnischen Partnerkreis Koscierzyna mit Landrätin Alicja Zurawska beim Besuch des Solarackers in Cölbe.

Quelle: Landkreis

Marburg. Zum ersten Mal fand im Landkreis ein deutsch-polnisches Energieforum zum Thema erneuerbare Energien und Energieeffizienz statt. Landrätin Kirsten Fründt begrüßte den Besuch und das Interesse aus dem polnischen Partner-Landkreis Koscierzyna in der Nähe von Danzig: „Für uns sind die Bereiche erneuerbare Energien und Energieeffizienz seit Jahren wichtige Themenfelder.

Umso mehr freut mich das Interesse der Delegation aus Koscierzyna mit Landrätin Alicja Zurawska. Ein Austausch ist für beide Seiten und insgesamt für die Umwelt sinnvoll.“

Vertreter aus Koscierzyna schauen sich Anlagen an

Der Besuch dauerte zwei Tage und wurde zur Fachexkursion zu verschiedenen Anlagen im Landkreis. Aga Sauerwald vom Fachdienst Partnerschaften/Ehrenamt und Stefan Franke vom Fachdienst Klimaschutz/Erneuerbare Energien organisierten das Ganze.

Die 18 Vertreter aus mehreren polnischen Partnerkommunen und Mitarbeiter des Fachdienstes Klimaschutz starteten die Exkursion mit einer Besichtigung der Wärmezentrale und des Nahwärmenetzes des Bioenergiedorfes Erfurtshausen. Danach ging es zum EAM-Biomasse­zentrum in Kirchhain-Stausebach, wo die Kommunalvertreter die verschiedenen Möglichkeiten der Biogasherstellung aus Bioabfall und Biomasse näher kennenlernen konnten.

Windkraft interessiert die Gäste von der Ostsee

Der zweite Tag startete mit einem Besuch der größten Freiflächen-Photovoltaik-Anlage im Landkreis, dem „Solaracker“ in Cölbe. Die Wärmeerzeugung mittels Solarthermie-Kollektoren erläuterte die Firma Wagner in ihrer energieeffizienten Kollektorfabrik in Kirchhain.

Da der Partnerlandkreis in Ostseenähe liegt, stieß auch die Windenergietechnik bei der Besichtigung des Windparks Erksdorf auf Interesse. Bei einem Zwischenstopp mit Imbiss in der Kaffeerösterei der Dorfgemeinschaft Kehna konnten die polnischen Gäste viel über die Arbeit mit behinderten Menschen und Nachhaltigkeit erfahren, viele Anregungen und außerdem Kaffee mitnehmen.

Botschaft: "Klimaschutz gemeinsam" über Grenzen hinweg

Den Abschluss bildete das Thema energieeffiziente Beleuchtung, was gerade für Kommunen sehr interessant ist. Bei der Firma Carus in Fronhausen konnten die Gäste die energie- und ressourceneffiziente Herstellung von LED-Lampen miterleben.

„Während der zweitägigen Fach­exkursion erhielten die Besucher Fachinformationen und praxisnahe Einblicke in das Thema erneuerbare Energien aus erster Hand. Dadurch konnten eigene Projektideen entstehen beziehungsweise reifen“, resümierte Landrätin Fründt. Ihrer polnischen Amtskollegin Landrätin Zurawska und den Kommunalvertretern gefielen die vielen Einblicke in die verschiedenen Anlagen und das gegenseitige Kennenlernen.

Dass „Klimaschutz gemeinsam“ gerade auch über Landesgrenzen hinweg funktionieren kann, soll die wichtige Botschaft der polnischen und deutschen Teilnehmer des ersten Energieforums lauten.

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