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„Klimaschutz macht Schule“ im Kreis

Umweltprojekt „Klimaschutz macht Schule“ im Kreis

So mancher wird den Spruch kennen: „Wir haben die Welt nur von unseren Kindern geborgt.“ Es kann folglich nicht schaden, die „zukünftigen Eigentümer“ schon früh an das Thema Umweltschutz heranzuführen.

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Und Start! Landrätin Kirsten Fründt (links) und Projektleiterin Franziska Weigand starteten gemeinsam mit den Kindern symbolisch ein neues Online-Bildungsportal zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz per Buzzer.

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. Mit dem Spruch soll zu einem sorgsameren Umgang mit der Natur gemahnt werden. Eben dieses Ziel verfolgte auch das Projekt „Klimaschutz macht Schule“ im Landratsamt.

Im Rahmen der Veranstaltung unter Leitung von Dr. Norbert Clement, Leiter des Fachdienstes Klimaschutz, organisierte der neue Fachmann für erneuerbare Energien, Erich Weber, in den vergangenen Wochen sieben Projekte für eingeladene Schulklassen. Außerdem wurde der offizielle Startschuss für ein Online-Bildungsportal zur Nachhaltigkeit gegeben (die OP berichtete).

Baumpflanzaktionen und Walderkundungstage

„Wir möchten mit diesem Konzept das Thema an die Schule bringen, diesmal haben 14 Einrichtungen mitgemacht, vor allem Grundschulen aus der Region, so dass heute insgesamt 180 Schülerinnen und Schüler hier sind und ihre Gruppenergebnisse präsentieren können,“ so Weber.

Zu den Projekten gehörten Baumpflanzaktionen, Walderkundungstage oder eine Einführung in die Arbeit des Repair-Cafés zum nachhaltigeren Umgang mit Elektronik. Zu einigen der Themen gab es im Rahmen der Veranstaltung Informationsstände mit Expertenbetreuung.

Auch bei den Projekten in den Schulen hatten sich Fachleute bereits beteiligt. Förster Florian Zilm betreute etwa die Kinder der Grundschule Amöneburg zu dem Thema Wald und beantwortete Fragen über dessen Nutzen und das Einsparen von Papier.

Im Rahmen der Projektpräsentationen im großen Sitzungssaal des Landratsamtes hatten die Kinder auch Gelegenheit, Fragen an Gleichaltrige zu stellen. Dabei waren die Kleinen, dem Grundschulalter entsprechend, teilweise ein wenig überfordert mit den komplexen Themen und trauten sich eher an allgemeine Fragen heran. „Ob es in zehn Jahren auch noch so viele Bäume geben werde wie heute?“ - darüber herrschte beispielsweise große Besorgnis.

Online-Portal zu Angeboten im Landkreis gestartet

Im Anschluss an die Gruppenpräsentation eröffneten Landrätin Kirsten Fründt und Franziska Weigand schließlich die neue Internetplattform www.nachhaltig-lernen-regionmarburg.de, dazu aktivierten die beiden gemeinsam mit einigen Kindern symbolisch den roten Knopf nach einem Countdown.

„Es ist wirklich schön, mal so viele junge Gesichter in diesem Saal zu sehen. So bunt geht es hier sonst nicht zu“, scherzte Fründt. Auch wenn die Technik bei der Aktivierung der neuen Homepage nicht auf Anhieb funktionierte, ist Weigand doch sehr zufrieden mit dem Konzept: „Auf dieser Onlineplattform können sich nun sämtliche Schulen oder natürlich auch Privatleute, über Bildungsangebote rund um das Thema Naturschutz informieren.“

Insgesamt waren die Kleinen durchaus mit Begeisterung bei der Sache, Kritik gab es lediglich von Seiten der Lehrer. „An und für sich ist das eine super Idee, aber zumindest für Grundschüler müssten diese doch recht großen Zusammenhänge noch etwas besser aufgearbeitet werden“, bemerkte etwa Susanne Lennartz aus Amöneburg. „Das hätten wir bei Ihnen im Unterricht einfacher lernen können“, stimmte ihr Schüler Luca Steinmetz zu.

von Marcus Hergenhan

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