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Spielplatz am Portal Gisselberg

Kletterdschungel und Röhrentelefon

Wer gerne handwerklich arbeitet, ist eingeladen mitzumachen, teilt die Stadt mit.
Facharbeiter Stefan Reichert (links) vom Dienstleistungsbetrieb der Stadt Marburg und sein Kollege, der Auszubildende Kevin Klehm, bereiten die Fläche so vor, dass der Bau des eigentlichen Spielplatzes pünktlich beginnen kann.Foto: Andrea Heilmann/Stadt Marburg

Facharbeiter Stefan Reichert (links) vom Dienstleistungsbetrieb der Stadt Marburg und sein Kollege, der Auszubildende Kevin Klehm, bereiten die Fläche so vor, dass der Bau des eigentlichen Spielplatzes pünktlich beginnen kann.

© Andrea Heilmann/Stadt Marburg

Gisselberg. Die Vorbereitungen zum Bau des Spielplatzes, der auf Initiative des Beratungsunternehmens ALEA in Kooperation mit dem Verein Vielfalt Marburg am „Portal Gisselberg - Zentrum für Flüchtlinge“ entsteht, haben begonnen. Auch das Konzept zu diesem wohltätigen Projekt für alle Gisselberger Kinder und Flüchtlingskinder steht jetzt.

Der Bau der Spielgeräte, mit allem was dazu gehört, startet am Dienstag, 17. Mai, um 8 Uhr auf dem Außengelände des Portals Gisselberg. Wer gerne handwerklich arbeitet oder bei einem wohltätigen Projekt für Kinder mit anfassen möchte, ist herzlich willkommen mitzumachen, teilt die Stadt mit. Zu tun gibt es für jeden etwas. Von ganz einfachen Tätigkeiten bis hin zu handwerklich anspruchsvollen Aufgaben ist alles dabei.

In einer viertägigen Bauphase entsteht in der Woche nach Pfingsten auf dem Außengelände des Portals ein Spiel- und Bewegungsraum unter dem Motto „Kletterdschungel“. An den Spielgeräten kann man vorrangig klettern, hangeln und balancieren.

Auch eine naturwissenschaftliche Komponente umfasst das Konzept: Neben einem Röhrentelefon, zum Kommunizieren durch eine unterirdische Leitung quer über den Spielplatz, wird es am Zaun ein Farbspektrum geben sowie ein haptisches Element, mit dem einzelne Sinne greifbar wahrgenommen werden können.

Dies kann auch dank einer großzügigen Spende realisiert werden, die das Max-Planck-Institut für terrestrische Mikro­biologie (MPIterMic) für die Marburger Flüchtlingshilfe eingeworben hat. „Wir suchten im Rahmen privater Spendenmittel, die der Max-Planck-Gesellschaft anvertraut wurden, nach einem Projekt, um einen dauerhaft sichtbaren Beitrag in der Flüchtlingshilfe zu leisten, der einen gewissen Bezug zur Naturwissenschaft aufweist. Das haben wir in den Planungen der Komponenten für diesen Spielplatz am Portal Gisselberg gefunden“, sagte Christian Bengelsdorff, Verwaltungsleiter des Marburger MPIterMic.

„Die Idee anlässlich unseres Firmenjubiläums, hier in Marburg - wo unser Unternehmen zu Hause ist - einen Spielplatz zu bauen, ist auf sehr fruchtbaren Boden gefallen“, ergänzte der Geschäftsführer von ALEA, Jürgen Vieth. „Spielplatzprojekte sind bei uns häufig eine Methode in der Team- und Führungskräfteentwicklung.

Jetzt wollen wir selbst etwas tun und einen kleinen Beitrag zur Integration leisten. Dank der vorbildlichen Unterstützung durch die Stadt Marburg und mehrerer Spenderinnen und Spender stehen planungstechnisch alle Zeichen auf Grün. Sogar bis hin zur Finanzierung der Materialkosten. Das geht bei derartigen Projekten nicht immer so reibungslos“, sagt Vieth weiter. Über den Verein Vielfalt Marburg werden die Spenden der Öffentlichkeit für die Anlaufstelle verwendet.

  • Wer ab Dienstag am Bau der Spielgeräte mitwirken will, kann sich im Portal Gisselberg unter Telefon 06421/2012222 melden.

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