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Kleine Krabbler als Kunstobjekt

Kreative Schule Kleine Krabbler als Kunstobjekt

Schüler der Elisabethschule nehmen mit Schweizer Mitschülern am Kunstprojekt „Ameisenstraße“ teil, der weltweit längsten Kunstinstallation.

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Die Schüler stellten im Foyer der Elisabethschule ihr Kunstwerk vor.Foto: Ina Tannert

Marburg. Von den Wänden des Foyers der Elisabethschule lugen zahlreiche kleine und große Ameisenfiguren hervor. Mehrere Tafeln zeigen Informationen und Bilder über die kleinen Insekten. Über eine Baumwurzel „krabbelt“ in Reih und Glied eine Gruppe Ameisen aus Draht. Ist die Elisabethschule zum Insektenhotel geworden? Nein, sie nimmt an einer umfangreichen, länderübergreifenden Kunstaktion teil.

Das Kunstprojekt „Ameisenstraße“ stammt von dem Schweizer Künstler Jörg Rohner. Es ist wohl die längste Kunstinstallation der Welt, 1200 Kilometer lang führt die Straße durch drei Länder, von der Schweizer Stadt Sins aus quer durch Deutschland bis ins dänische Augustenborg. Zahlreiche Schulen auf ihrem Weg und rund 1200 Schüler beteiligen sich an der Aktion, bauen kleine und große Ameisenfiguren und beschäftigen sich mit den kleinen Krabblern.

Kunst nicht elitär,sondern völkerverbindend

Die Idee dahinter: schlicht Kunst, weg vom elitären Charakter und völkerverbindend über Landesgrenzen hinweg, so die Initiatoren. Im Mai dieses Jahres fiel der Startschuss für das Projekt in der Schweiz. Am Freitag präsentierte die Marburger Elisabethschule ihre Projektergebnisse. Die Schüler der neunten Klasse nahmen gemeinsam mit mehreren Schweizer Austauschschülern der Sekundarschule Aarberg, die jeden September nach Marburg zu Besuch kommen, an der Kunstaktion teil. Seit 2001 veranstalten beide Partnerschulen regelmäßige Schüleraustausche nach Deutschland und in die Schweiz. Jedes Jahr wird dafür ein gemeinsames Projekt gestartet. In diesem Jahr bot sich die Ameisenstraße an. In verschiedenen Workshops sammelten die Jugendlichen gemeinsam mit den 38 Schweizer Austauschschülern eine Woche lang haufenweise Informationen über die kleinen Krabbler und ihre Staatenwelt, beschäftigten sich mit der literarischen Darstellung der Tiere und fertigten zahlreiche Ameisenfiguren und Eier aus Draht oder Pappmaschee. „Jede Schule auf dem Weg leistet ihren Beitrag. Unsere Schüler haben sich große Mühe gegeben“, sagte Schulleiter Tobias Meinel.

Am Freitag wurden alle Arbeiten auf der großen Abschlussveranstaltung präsentiert und vorgetragen. Gleichzeitig wurden die Schweizer Austauschklassen mit einer großen Feier offiziell verabschiedet.

von Ina Tannert

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