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Klarheit herrscht 
erst in zwei Wochen

Wolf oder Hund? Gen-Untersuchung dauert an Klarheit herrscht 
erst in zwei Wochen

Wolf oder Hund? Über die Gattung des Tieres, das Ende vergangener Woche auf den Lahnbergen wahrscheinlich überfahren wurde, gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse.

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Dieser Wolf wurde im vergangenen April in Nordhessen fotografiert. Ob es sich bei ihm um das nun tot aufgefundene Tier handelt ist noch unklar.

Quelle: Umweltministerium Hessen / dpa

Marburg. Die genetische Untersuchung des Kadavers könne zwei Wochen in Anspruch nehmen, sagte am Dienstag den Pressesprecher des Hessischen Umweltministeriums, Mischa Brüssel de Laskay, auf Anfrage der OP. Bis die Ergebnisse vorliegen, spreche das Ministerium deswegen von einem „mutmaßlichen Wolf“, sagte Brüssel de Laskay – „auch wenn vom optischen Eindruck hier vieles dafür spricht, dass es ein Wolf sein könnte“.

Das Tier war am Freitag auf der Landesstraße über die Lahnberge gefunden worden. Nach Bekanntwerden des Fundes meldete sich nun ein Leser bei der OP, der in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ein Tier gesehen haben will, das dem tot aufgefundenen sehr ähnlich sah. Auch der Leser sprach von einem Tier, das er für einen Wolf gehalten hat.

Wöfe legen weite Strecken zurück

Möglicherweise handelt es sich bei dem toten Tier um den Wolf, der im Frühjahr in Nordhessen, in Söhrewald bei Kassel, in eine Fotofalle geraten und eindeutig identifiziert worden war. Es war 2016 der erste Beweis für das Vorkommen eines Wolfs in Hessen gewesen.

Dass Wölfe als Einzelgänger große Strecken zurücklegen können, hatte schon die Vergangenheit bewiesen: Einer wurde im vergangenen Jahr im Westerwald von einem Jäger erschossen, nachdem er im Raum Gießen schon von einem Auto angefahren worden war. Ein anderer fand auf einer Autobahn bei Frankfurt den Tod; er stammte aus Niedersachsen.

Laut Brüssel de Laskay sind die Wolfbestände in Deutschland und dem europäischen Ausland relativ gut erfasst. „Wenn es sich um einen Wolf handelt, können wir seine Herkunft sicherlich bestimmen.“

von Till Conrad

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