Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 16 ° Regen

Navigation:
Kita soll Treffpunkt im Stadtteil werden

Hansenhaus Kita soll Treffpunkt im Stadtteil werden

„Es war so wie nach Hause zu kommen“, sagt Kita-Leiterin Anja Diekmann. Seit dem 15. Oktober können die 98 Kinder des Gerhart-Hauptmann-Kindergartens wieder an alter Stelle im neu errichteten Gebäude betreut werden.

Voriger Artikel
Hunde, die Menschenleben retten
Nächster Artikel
Vorrang für Busse und Fußgänger

Bürgermeister Dr. Franz Kahle (obere Reihe, 5. von rechts) übergibt den symbolischen Schlüssel im Gruppenraum der „Mäuse-Gruppe“ an Leiterin Anja Diekmann (4. von rechts). Foto: Peter Gassner

Quelle: Peter Gassner

Marburg. Im Juli 2012 hatten die 3,3 Millionen Euro teuren Umbauarbeiten an der Kindertagesstätte mit dem Abriss des alten Gebäudes begonnen, das „unabdingbaren Renovierungsbedarf“ hatte, wie Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) erläutert. Während der folgenden Arbeiten war es daher notwendig, vorübergehend in ein anderes Gebäude auszuweichen, sodass die Betreuung im alten Cappeler Rathaus stattfand. Nach 15 Monaten ist die Kita nun zurück an ihrem angestammten Platz. „Wir sind froh, dass wir jetzt wieder hier sind“, so Diekmann. Die Wege seien nun wieder kurz - zum einen für die Eltern, zum anderen aber auch für die Kooperation mit der direkt angrenzenden Gerhart-Hauptmann-Grundschule, der Hansenhausgemeinde und der evangelischen Pauluskirchengemeinde. Seit vielen Jahren bestünde zwischen diesen Einrichtungen im Stadtteil eine enge Zusammenarbeit.

Auch für die Betreuer sei es schön, nun in den neuen Räumen angekommen zu sein, findet Diekmann. Sie betont, dass „das Team hervorragend mitgearbeitet habe“ und so dazu beitrug, die zusätzlichen Belastungen zu stemmen, die angefallen seien. Der Einsatz habe sich jedoch gelohnt, angesichts des nun deutlich helleren Gebäudes, das neben dem Kindergarten auch weitere Möglichkeiten bietet.

So ist seit dem 1. November auch eine Krippe mit Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren eröffnet. Laut Kahle sind diese nicht nur aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen im Familienbild von Bedeutung. Schließlich sei es auch „immer besser, wenn Kinder zusammen mit anderen Kindern aufwachsen“ und die große Bedeutung der Universität in Marburg erhöhe die Notwendigkeit solcher Plätze zusätzlich. Darüber hinaus soll das „Familienzentrum“ im Obergeschoss des Hauses mit Sport-, Musik-, Integrations- und Erziehungsangeboten zu einem „Treffpunkt“ innerhalb des Stadtteils werden, hofft Diekmann. An der „Nahtstelle zwischen den Milieus“, wie der Dekan des Stadtkirchenkreises, Burkhard zur Nieden, es umschreibt, sollen die in der Umgebung wohnenden Akademiker auf die „bildungsfernen“ Bewohner treffen, die aufgrund der Nähe zum Richtsberg ebenfalls dort anzutreffen seien.

Das Gebäude, dessen Räume fast 1300 Quadratmeter Platz bieten, ist ein Passivhaus, das seine Energie unter anderem durch Solaranlagen auf dem Flachdach bezieht. Lediglich zur Warmwasserversorgung ist eine herkömmliche Brennwerttherme eingebaut worden. Kahle zufolge stellt das zu mehreren Zwecken verwendbare Gebäude daher die „Modellkita“ dar, „wie wir sie uns vorstellen“.

Die offizielle Eröffnung der Kindertagesstätte mit Familienzentrum soll im kommenden Jahr bei wärmeren Temperaturen im Frühjahr beziehungsweise Sommer stattfinden, wenn auch die letzten Detailarbeiten abgeschlossen sind. Dann sei es auch möglich das Außengelände zu nutzen, so Diekmann. Zudem feiert die Einrichtung 2014 ohnehin ihr 50-jähriges Jubiläum. Allerdings soll es am Freitag, 13. Dezember, einen „Nachmittag der offenen Tür“ zwischen 14 und 17 Uhr geben. Ab 16 Uhr kann dann auch die Krippe besucht werden.

von Peter Gassner

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr