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Kirchhof: Brüchige Treppen saniert

Bauarbeiten Kirchhof: Brüchige Treppen saniert

Die beiden Aufgänge vom Lutherischen Kirchhof zur Ritterstraße sind seit einigen Tagen wieder begehbar. Sie waren gesperrt worden, nachdem die Stufen sich immer mehr gelöst hatten.

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Marburg. In den vergangenen Jahren habe es wegen des Zustands der beiden Treppenanlagen immer wieder Beschwerden aus der Bevölkerung gegeben, berichtete Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne). Zwar lägen diese gar nicht im Zuständigkeitsbereich der Stadt, doch könne der Magistrat „sich nicht davor verschließen, dass es auch im städtischen Interesse liegt hier auszubessern“. Die Treppen zählen zu den meistgenutzten Wegen Richtung Schloss. Aus diesem Grund finanzierte die Stadt zwei Drittel der Kosten von insgesamt 7000 Euro. Rund drei Wochen dauerten die Bauarbeiten, die laut Kahle zu einem „optisch gelungenen“ Ergebnis führten. Als Farbe für die neuen Stufen habe man „intuitiv grau“ gewählt, berichtete Frank Wilhelm vom Tiefbauamt. Die Farbe werde sicherlich auch noch etwas nachdunkeln. An der Mauer müsse man hingegen „eventuell noch einmal ansetzen“. Möglicherweise werden auch die Geländer noch einmal gestrichen. Zu einer Sperrung soll es aber in beiden Fällen nicht kommen.

Vom bisherigen Ergebnis zeigte sich aber auch der Eigentümer - die Kirchengemeinde, vertreten durch Pfarrer Ulrich Biskamp angetan. „Sie geben ein sehr einheitliches Bild ab“, so Biskamp. Vor allem sei nun aber auch die Sicherheit der Passanten wieder gewährleistet. „Ich bin froh, dass da in der Vergangenheit nichts passiert ist“, sagte der Pfarrer.

Die mit Epoxidharz überzogenen Stufen bieten nun auch deutlich mehr Halt und lassen sich „weicher laufen“, findet Ralph Göbel, der den Auftrag mit seiner Baufirma ausführte.

„Roter Hof“ nach drei Jahren wieder begehbar

Nach fast dreijähriger Wartezeit können auch die Ockershäuser die Treppenanlage „Roter Hof“ wieder nutzen. Im Dezember 2010 war die Mauer an der Treppe in Ockershausen zum Teil eingestürzt, im April 2011 brach schließlich sogar der vordere Treppenbereich weg. Dadurch war der „Rote Hof“ für die Anwohner unpassierbar geworden, was laut Magistrat auf Unmut in der Bevölkerung stieß.

Es habe viele Nachfragen gegeben, berichtet Kahle. Dies sei verständlich, da es eine lange Diskussion und viel Wartezeit gegeben habe für „diese relativ kleine Maßnahme“. Man habe den Aufwand wohl unterschätzt, gibt er zu, doch schließlich gehe Gründlichkeit vor Schnelligkeit. Der nun vorgenommene Neubau werde „hoffentlich 100 Jahre stehen“, so Kahle.

Ortsvorsteher Matthias Simon (SPD) freute sich über die Neueröffnung der Treppe und sagte sie sei „etwas, das sich sehen lässt“. Die Menschen seien aufgrund der langen Dauer sauer gewesen, doch angesichts der hohen Kosten habe der Antrag zunächst durch die Gremien gehen müssen. Insgesamt kostete der Bau 115.000 Euro. „Man glaubt gar nicht, dass ein kleines Verbindungsstück eine so hohe Bedeutung entfalten kann“, so Simon. Doch viele Menschen nutzten den Weg als Abkürzung.

Bezüglich anderer Treppen in Marburg - speziell in der Oberstadt - sagte Kahle, diese seien in einem guten Zustand. Dies bezog er jedoch nur auf diejenigen, welche sich in städtischer Hand befinden. Sanierungsbedürftig seien die Treppe in der Landgraf-Philipp-Straße sowie die Ludwig-Bickel-Treppe, sagte Kahle. Letztere sei jedoch „bereits ein wenig ausgebessert worden“. Da sich die besagten Stellen in universitärem Besitz befänden, werde die Stadt auch bei diesen beiden Projekten „eventuell nochmal ran gehen“ und Zuschüsse geben.

von Peter Gassner

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