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Ockershausen

Kirchen-Parkplatz soll Ortsmittelpunkt werden

„Es ist wichtig, dass alle gesellschaftlichen Bereiche ihre Bedarfe einbringen“, sagte Dorothee Griehl-Elhozayel bei der Bewohnerversammlung „Soziale Stadt Ockershausen/Stadtwald“.
Dorothe Griehl-Elhozayel (stehend) setzt das Programm „Soziale Stadt Ockershausen/Stadtwald“ um.

Dorothe Griehl-Elhozayel (stehend) setzt das Programm „Soziale Stadt Ockershausen/Stadtwald“ um.

© Freya Altmüller

Ockershausen. Das Programm, das vom Bund und dem Land Hessen gefördert wird, zielt darauf, städtebauliche und soziale Projekte voranzutreiben. Griehl-Elhozayel ist Stadtteilmanagerin in der dreiköpfigen Steuerungsgruppe, die das Programm umsetzt.

Es sei wichtig, dass Bürger, Initiativen und Institutionen, aber auch beispielsweise das Gewerbe und die Wohnungswirtschaft ihre Bedarfe einbringen würden. Neben den Stadtteilkonferenzen seien dazu auch die vierteljährlich stattfindenden Treffen des Arbeitskreises Stadtwald ein geeigneter Rahmen. Nach den Sommerferien solle eine Bürgervertretung Stadtteilbudget gegründet werden, die Teil des Programms sei. Im kommenden Jahr seien 6000 Euro für mindestens sechs Projekte zu vergeben.

Jürgen Kaiser vom Fachdienst Stadtplanung gab einen Überblick über die geplanten städtebaulichen Maßnahmen: Der Parkplatz vor der Matthäuskirche solle zu einem Festplatz als Ortsmittelpunkt umgewandelt werden. Für das freie Grundstück am Ende der Dietrich-Bonhoeffer-Straße gebe es die Überlegung, dort eine Kindertagesstätte mit Krippe sowie eine inklusive Grundschule der Bettina-von-Arnim-Schule zu errichten, da der Fachdienst von der Integration eines Familienzentrums in das Stadtteilzentrum abgeraten habe.

Zudem solle der Außenbereich der Stadtwald-Sporthalle neu gestaltet werden, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen.

Ideen werden beim Land Hessen angemeldet

Auch der Ausbau des Wegenetzes ist geplant. Die Wege sollen behindertengerecht werden, und es sollen zudem neue geschaffen werden. Von der Hedwig-Jahnow-Straße gebe es bisher nur einen Trampelpfad als Zugang zu dem interkulturellen und dem Abenteuer-Garten der Initiative für Kinder-, Jugend- und Gemeinwesenarbeit (IKJG). Auch der Zugang zum Freizeitgelände Runder Baum sei bisher nur lückenhaft. Zudem solle der Forstweg, der den oberen Stadtwald mit dem unteren verbindet, für den Fuß- und Radverkehr ausgebaut werden.

Die teils von Bürgern eingebrachten Ideen werden beim Land Hessen angemeldet. Wenn sie bewilligt sind, muss auch die Stadtverordnetenversammlung ihre Zustimmung geben.

„Unglücklicherweise fällt das Programm jetzt mit den Haushaltseinschnitten zusammen“, sagte Griehl-Elhozayel. Ein Stadtverordneter im Publikum entgegnete: „Ein Prozess, der auf zehn Jahre angelegt ist, wird sich durch ein paar dünnere Jahre nicht aus der Bahn werfen lassen.“ Vielleicht müsse mal eine Maßnahme auf das kommende Jahr verschoben werden. „Es kommt viel Geld von Bund und Land, man wäre ganz schön blöd, wenn man das fallen lassen würde.“ Der Richtsberg sei mit mehr als sechs Millionen Euro gefördert worden. Peter Schmittdiel vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familie, der ebenfalls Teil der Steuerungsgruppe ist, erklärte, der soziale Bereich werde zusätzlich durch zwei Begleitprogramme vorangetrieben, die vom Europäischen Sozialfonds gefördert werden. „Jugend stärken im Quartier“ für Menschen bis 26 Jahren versucht, Arbeitslose in einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu bringen, die bisher durch andere Angebote nicht zu erreichen waren. Auch für Schulverweigerer gibt es ein spezielles Angebot. Monika Mayer, die das Programm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ leitet, erklärte: „Wer sich beruflich neu orientieren möchte, kann sich im Qualifizierungsbüro im Stadtteilzentrum für eine Beratung anmelden.“ Im Zusammenhang mit dem Programm hätten ein Waschsalon, eine Stadtteilboutique und eine Nähwerkstatt eröffnet.

von Freya Altmüller


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