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Kirche ehrt verdiente Musikerin

Auszeichnung für ehemalige Lehrerin Kirche ehrt verdiente Musikerin

Die langjährige Organistin der Matthäuskirchengemeinde Brigitte Leppin hat auch die Kantorei der Elisabethkirchengemeinde gegründet.

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Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum überreichte Brigitte Leppin die Philipp-Nikolai-Medaille.Foto: Matthias Weber

Marburg. Was wäre ein Gottesdienst ohne Musik, ohne Gesang und ohne eine Orgel? Diese Frage beschäftigte die Matthäuskirchengemeinde Ockershausen am Sonntag. Jener vierte Sonntag nach Ostern, „Kantate“ genannt, steht für die evangelische Kirche passend als Tag, um mit Musik und Gesang Gott zu loben.

Auch in der Ockershäusener Kirche stand die Wertschätzung des Gesangs und der Kirchenmusik im Zentrum des Gottesdienstes.

Leiterin des Flötenkreises an der Elisabethkirche

Höhepunkt war nach Meinung von Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum die Ehrung eines echten Marburger „Urgesteins“: Brigitte Leppin. Für ihr jahrzehntelanges kirchenmusikalisches Engagement wurde der 78-Jährigen die Philipp-Nicolai-Medaille der Evangelischen Kirche von Kurhessen und Waldeck verliehen. Nicolai wirkte als Pfarrer und Liederdichter in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Diese Medaille sollte für Leppin eine Überraschung, aber auch Auszeichnung zugleich sein. Ihren Gefühlszustand beschrieb die ehemalige Lehrerin und Organistin als „überwältigend“. Sie sagte: „Ich finde es toll, dass Engagement anerkannt wird. Die Gemeinde hier in Ockershausen trägt mich.“

Seit 1996 ist Leppin Organistin in der Matthäuskirchengemeinde. Neben der musikalischen Ausgestaltung zahlloser Gottesdienste und Andachten hat sie viele Konzerte des Gemeindechores an der Orgel begleitet. Außerdem organisiert sie seit Jahren regelmäßig viel beachtete Konzerte mit hochkarätigen Organisten in der Matthäuskirche.

Seit Mitte der 70er-Jahre leitete sie nicht nur den Flötenkreis der Elisabethkirchengemeinde, sondern hat 1977 auch die Kantorei der Elisabethkirchengemeinde gegründet und lange Jahre dirigiert.

Das besondere Markenzeichen ihrer Leitungszeit waren die Aufführungen zahlreicher Bach-Kantaten, gerne in Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann, der bis 1996 als Pfarrer in der Elisabethkirchengemeinde tätig war. Bereits mit 13 Jahren hat sie ihre erste Orgelstelle innegehabt und sich somit neben der Schule für die Kirche engagiert.

von Matthias Weber

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