Zum Abschluss des Kindergipfels kamen Organisatoren der Veranstaltung mit Oberbürgermeister Egon Vaupel (Zweiter von rechts) und Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer (Vierter von rechts) im Cineplex zusammen.
Marburg. Das Ende der viertägigen Veranstaltung der deutschen Naturfreundejugend bildete eine Podiumsdiskussion der Kinder mit Vertretern aus Kommunal-, Bundes und Europapolitik. Dabei wurden die wichtigsten Forderungen schon einmal zusammengefasst. Unter anderem kritisierten die Kinder heftig den Einsatz von deutschen Waffen in afrikanischen Kriegszonen: Die deutsche Regierung müsse den Verkauf dieser Waffen besser kontrollieren, damit sie nicht in den Händen von Kindersoldaten landen.
Eine weitere Forderung der Kinder ist ein stärkeres Engagement Deutschlands für fairen Welthandel sowie mehr soziale Gerechtigkeit innerhalb Deutschlands: Sie stellten klar die Ungerechtigkeit von Dumpinglöhnen heraus und forderten einen flächendeckenden Mindestlohn. Am Ende der Diskussion überreichten die Kinder Kekeritz, dem Marburger Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer und Marburgs Oberbürgermeister Vaupel (beide SPD) den aus 18 Forderungen bestehenden Zukunftsvertrag.
Vaupel versprach, man werde die Forderungen in Marburg ernst nehmen und im Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung diskutieren. Viele Probleme müssten grade auf kommunaler Ebene angepackt werden, da sie nur auf dieser Ebene gut zu lösen seien, wenn auch nur lokal.
von Christoph Wohlleben
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