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Kinder staunen über die Krebs-Killer

Kinder-Uni Kinder staunen über die Krebs-Killer

130 Schüler aus Marburg lernen in einer Vorlesung im Hörsalgebäude über Zellteilung und Chemotherapie.

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Professor Joachim Fensterle zeigt wie sich etwa die DNA aus Tomaten extrahieren lässt. Der Verein „Leben mit Krebs“, Organisator der Kinder-Uni, bekommt von den Pharma-Firmen der Behringwerke eine Spende über 5000 Euro aus Einnahmen des Behring-Laufs. Fotos: Björn Wisker

Marburg. „Die Diagnose Krebs trifft die ganze Familie“, sagt Christiane Schmitt, Geschäftsführerin des Marburger Vereins „Leben mit Krebs“, der die Kinder-Uni am Dienstag organisiert hat. Im Projekt Löwenmut-Kids lernen Kinder von Krebspatienten, wie sie mit der Diagnose ihrer Angehörigen umgehen, ihnen helfen können. „Wie sie den Lebensspaß nicht verlieren, sondern gemeinsam erhalten können“, wie Schmit sagt. Dazu sei es wichtig, Ursprung, Verlauf und Therapie der Erkrankung zu verstehen.

Diese Aufgabe übernahm Biotechnologie-Professor Joachim Fensterle (Hochschule Kleve).130 Schülern aus der 3. bis 6. Klasse von Marburger Schulen lauschten seinem Vortrag „Von lieben Zellen, bösen Zellen und coolen Körperpolizisten“. Der Forscher erklärte Zellteilung, die Zusammensetzung der DNA und erläuterte, was Krebszellen von normalen unterscheidet. „Die halten sich nicht an Regeln, teilen sich nicht - wie die lieben Zellen - nur auf Kommando, sondern einfach wie sie wollen“, sagt Fensterle. Dagegen helfe oft nur eine Chemotherapie. „Die baut Fehler in die DNA ein, so dass die bösen Zellen sterben.“

„Ziel der Kinder-Uni ist Aufklärung, alles leicht verständlich rüberzubringen,“ sagt Rola Kramer, Ideengeberin im Verein. „Ängste, wie dass Tumore ansteckend seien, lassen sich auch mit so spaßigen Vorträgen nehmen“ ergänzt Lisa Henning.

Marburger Pharma-Unternehmen spenden dem Verein am Rande der Kinder-Uni gestern 5000 Euro, das Geld stammt aus den Einnahmen vom Behring-Lauf im Mai. „Diese Idee zu unterstützen, das ist nah an dem, was wir hier am Standort tun, trifft die Ideale unserer Mitarbeiter“, heißt es von den Unternehmens-Chefs.

von Björn Wisker

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