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Kinder leiden unter Augenkrankheit

Krankheit Kinder leiden unter Augenkrankheit

In der Blindenstudienanstalt findet Deutschlands 3. Glaukom-Kinder-Tag statt. Der Erfahrungsaustausch von Betroffenen steht im Mittelpunkt des Treffens.

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Ärztlichen Rat gab es für Glakom-Patienten – und für Stofftiere Hilfe in der Teddyklinik in der Blista-Sporthalle. Foto: Björn Wisker

Marburg. „Die Jungen und Mädchen sollen sehen, dass sie mit der Krankheit nicht alleine sind auf dieser Welt“, sagt Nicole Stege (35). Die Mutter rief vor einigen Jahren eine Selbsthilfegruppe ins Leben, da ihr Kind jene Diagnose erhielt, die deutschlandweit etwa 20 000 Jugendliche teilen: Grüner Star, Glaukom. Dabei handelt es sich eine Augenerkrankung, die einen Verlust von Nervenfasern zur Folge hat. Nicht selten erblinden die Erkrankten.

Eine Sorge, ein Leid, das viele Kinder kaum aushalten, begleitet sie permanent: der extreme Augeninnendruck. Professor Hagen Thieme aus Magdeburg, der Eltern von Erkrankten über aktuelle Operations- und Therapietechniken informierte, geht Pascal nicht aus dem Kopf. Der Junge plagte sich lange mit Glaukom. Eine Operation 2006 konnte sein Auge, seine Sehkraft zwar nicht retten. „Aber da wir den Druck deutlich minimierten führt er mittlerweile ein Sozialleben, entwickelt sich normal. Vorher war ihm das nicht möglich“, sagt Thieme. Die Medizin, so dämpfte er die Hoffnungen der Eltern, könne Glaukom nach wie vor nicht immer heilen. „Ärzte werden die Kinder ein Leben lang begleiten müssen“, sagte er.

Die mehr als 120 Besucher des Glaukomtags, vor allem die Kinder, tobten sich ungehemmt in der Blista-Sporthalle aus. „Der direkte Kontakt zu Leidensgenossen soll ihnen in dem doofen Alltag mit vielen Arztbesuchen helfen“, sagt Stege.

von Björn Wisker

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