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Kinder kneten, formen und gestalten

Ferienspass Kinder kneten, formen und gestalten

Enten, Bäume und Fledermäuse töpferten Kinder bei einer Ferienpassaktion im Haus der Jugend. Der Fantasie waren beim Kneten und Formen keine Grenzen gesetzt.

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Sebastian formt aus einer Kugel, die ihm Jamila gerollt hat, eine Fledermaus. Jamila töpfert derweil ein Namensschild für ihre Tür und schaut dabei ihrem Sitznachbarn genau über die Schulter.

Quelle: Patricia Kutsch

Marburg. „Ich würde ja gerne erst mal eine Kugel machen, aber ich kann das nicht“, erklärt Sebastian, während er seinen Ton knetet und schaut seiner Sitznachbarin Jamila über die Schulter. Sie hat mittlerweile eine schöne Kugel geformt – sofort hilft sie Sebastian und erklärt ihm, wie man den Ton rollt. Schnell hat Sebastian eine Kugel. Was er darauf machen will, weiß er aber noch nicht. „Vielleicht bastel ich ein Geschenk für meine Eltern, die freuen sich dann immer.“

Derweil wissen die anderen Mädchen und Jungs, die an der Ferienpassaktion teilnehmen, schon sehr genau, was sie töpfern wollen: In einer Ecke des Tisches entstehen die ersten Enten und Hunde. Samira formt einen Baum aus ganz vielen Einzelteilen. „An dem Baum kann ich meine Haargummis aufhängen“, erklärt sie. Die Idee habe ihre Mama gehabt. „Ich töpfer total gerne“, erzählt Samira weiter. Deswegen ist sie während der großen Ferien auch fast jede Woche beim Töpfern im Haus der Jugend angemeldet.

Ihre Nachbarin Dana ist auch schon ziemlich weit mit der Gestaltung ihres Tonklumpens: Sie hat eine Schale geformt, die unten flach ist und nach oben weit ausläuft. „Die ist für meinen Nachttisch“, sagt Dana. Da kann sie dann kleine Sachen reintun. Dana ist schon ein alter Hase bei den Ferienpassaktionen der Jugendförderung. „Ich mache hier immer in den Ferien mit und habe so ganz viele Leute kennengelernt.“ Stolz erzählt sie, dass sie im Sommer für zwölf Aktionen angemeldet ist – „meistens so Mädchensachen und ein Detektivspiel“.

Indessen weiß auch Sebastian, was er aus seiner Tonkugel machen will und eine Fledermaus nimmt Gestalt an – doch kein Geschenk für die Eltern. Sebastian erklärt augenzwinkernd die Idee: „Die Fledermaus kommt in mein Zimmer. Sie soll die Mücken fernhalten, die mich sonst stechen.“

Ihre Basteleien können die Kinder noch am selben Tag mit nach Hause nehmen. Wie Lisa Henneke von der Jugendförderung berichtet, basteln die Kinder nicht mit Ton, sondern mit „Paperclay“. Das Material ist so ähnlich wie Ton – trocknet aber von alleine und muss daher nicht gebrannt werden. Getöpfert wird in den Sommerferien für die Ferienpassteilnehmer noch öfter in der Töpferwerkstatt im Haus der Jugend.

von Patricia Kutsch

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