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Kinder bauen Holzburg mit Zugbrücke

Ferienspiele im Stadtwald Kinder bauen Holzburg mit Zugbrücke

Das umfangreiche Programm unter dem Motto „Bauen“ bietet den ­Teilnehmern vielfältige Aktivitäten. Auch Kinder mit Behinderung können teilnehmen.

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Fleißige Handwerker beim Bau der Holzburg.

Quelle: Nico Arnold

Marburg. Rund 240 Teilnehmer verzeichnet Jürgen Heer, Organisator der Ferienspiele Stadtwald, in diesem Jahr. Die Kinder seien zwischen sechs und elf Jahren alt und hielten sich unter der Woche täglich auf dem Freizeitgelände auf. Die Ferienspiele laufen vom 27. Juli bis zum 21. August, also fast im gesamten Zeitraum der hessischen Sommerferien.

Das Programm sei bewusst vielfältig gestaltet worden, sagt Heer. Frühstück und Mittagessen seien feste Programmpunkte, darüber hinaus fänden zum großen Teil Aktivitäten in den insgesamt acht Gruppen statt. Aber auch gemeinsam wird viel unternommen. Es gibt wöchentlich Ausflüge ins Schwimmbad Aquamar oder in den umliegenden Wald. Am Dienstag sorgte die Feuerwehr Ockershausen für eine „kalte Dusche“. Bei solchen Gelegenheiten kämen alle Kinder zusammen.

Das Thema der Programmgestaltung in diesem Jahr ist „Bauen“ . Eine Liste, welche die verschiedenen Gruppen aufführt, nennt als Gruppenprojekte „Maurerbaustellen“ oder „Lehmlandschaft“.

Jacqueline Müller betreut die Gruppe „Holzburg“. Wie viele der insgesamt 24 Betreuer studiert sie Erziehungs- und Bildungswissenschaft an der Philipps-Universität. Unter ihrer Anleitung errichten die Kinder eine vergleichsweise große Burg. Das Grundgerüst des ungefähr vier mal vier Meter Grundfläche umfassenden Gebäudes steht bereits, die Wände samt echter Zugbrücke würden noch konstruiert.

Die Gruppe „Blumen-/Pflanzenbeet“ beschäftigt sich mit dem Thema Gartenarbeit. Die Kinder erklären, wie sie Beete abgegrenzt und bepflanzt haben.

Anschließend werden die einzelnen Pflanzen und Kräuter beschriftet. Die Beete beeindrucken aufgrund ihrer sauberen Abtrennung. „Das haben wir alles heute gemacht“, erzählen stolz mehrere der Kinder.

„Die Vorbereitung der Gruppenleiter hat bereits im April begonnen“, sagt Heer. Sie seien unter anderem in Erster Hilfe geschult worden. Ernste Zwischenfälle habe es aber noch nicht gegeben. „Wir haben jeden Tag ein oder zwei Wespenstiche, aber nichts Außergewöhnliches“, berichtet Ulrike Munz-Weege, Leiterin des Fachdienstes Jugendförderung der Stadt Marburg.

Durch Kooperation mit dem Verein zur Förderung der Inklusion behinderter Menschen (fib) können außerdem 18 Kinder mit Behinderung an den Ferienspielen teilnehmen. „Die Kinder halten sich je nach Stimmungslage entweder in ihrer Gruppe oder bei uns in einem separaten Gebäude auf“, erklärt Holger Donat vom fib. „Uns ist es gelungen, einen Betreuer für zwei Kinder bereitzustellen.“

Eine spürbareEntlastung der Eltern

Grundsätzlich werde darauf geachtet, die Teilnehmer mit Behinderung gleichmäßig auf alle Gruppen aufzuteilen.

Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) wies darauf hin, dass das Gelände in den vergangenen Jahren Stück für Stück ­optimiert wurde. Zahlreiche ­alte ­Gebäude wurden durch neue ersetzt. Wichtig ist laut Dr. Kahle auch die Abgeschiedenheit des Geländes. „Das verhindert nicht nur Konflikte mit Anwohnern, sondern schafft hier in der Natur gleichzeitig eine gewisse Pfadfinderromantik“, erklärte er.

Die Ferienspiele seien eine spürbare Entlastung der Eltern. „Kein Elternteil hat so viel Urlaub wie Kinder in der Ferienzeit. Die Ferienspiele sind das größte und umfangreichste Betreuungsangebot im Marburger Raum während der Sommerferien“, sagt Kahle. Dies bestätigt auch Munz-Weege. Sie erzählt von einer Mutter, die ihren Dank für die Betreuung per E-Mail kundgetan hatte.

von Nico Arnold

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