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Kind sein, wild sein, frei sein

Ferienspiele der Stadt 
Marburg Kind sein, wild sein, frei sein

Innerhalb des vierwöchigen Programms können sechs- bis elfjährige Marburger ausgelassen spielen und werden dabei von der Stadtjugendpflege betreut. Ihren Eltern kommt das oft sehr gelegen.

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Die siebenjährige Emilia aus Marburg schwingt glücklich und mit viel Spaß an einer „Liane“ bei den Ferienspielen der Stadt 
Marburg.

Quelle: Yannic Bakhtari

Marburg. Auf Bäume klettern, rennen, sich in Baumhäusern verstecken, an „Lianen“ hangeln, basteln, handwerken, spielen, lachen, herumalbern, Strähnen flechten, schaukeln, Abenteuer-Parcous erleben, neue Tiere und Pflanzen entdecken – das und noch viel mehr klingt nach einem Kinderparadies. Und das ist das Freizeitgelände Stadtwald wirklich.

Das „großzügige und weitläufige“ ehemalige Militärgelände 
 liegt „gut abgeschottet von Emissionen scheinbar fernab der Zivilisation“, wie Marburgs Bürgermeister und Jugenddezernent Dr. Franz Kahle 
(Grüne) bei einem Rundgang des Geländes erklärte. Die seit 1971 bestehenden Ferienspiele 
sind das Hauptangebot für 
Kinder während der Sommerferien, neben dem Ferienpass.

Kinder mit Behinderung zu Teilnahme ermutigt

Mindestens eine, höchstens drei Wochen (nicht unbedingt am Stück) können Eltern ihre 
Kinder immer von morgens bis nachmittags bei den Ferienspielen abgeben. Nach den vier Wochen gibt es im Freizeitgelände noch Übernachtungsangebote, die aber primär nicht mit den Ferienspielen in Verbindung stehen.

Jürgen Heer von der städtischen Jugendförderung kümmert sich zusammen mit insgesamt 22 Kindergruppenleitern um insgesamt 250 Kinder. 25 Kinder haben 
eine Behinderung und wurden vom fib (Verein zur Förderung der Inklusion behinderter Menschen) zum Teilnehmen an den Ferienspielen animiert.

Die Gruppenleiter sind überwiegend Studenten der Erziehungs- und Bildungswissenschaften und Schulpädagogik 
an der Philipps-Universität und sammeln durch das Betreuen der Kinder bereits praktische Erfahrungen.
Donnerstags ins Freibad, freitags ein Spielfest

Mit Sonderbussen ins Aquamar

Und davon gibt es eine ganze Menge, denn die acht Kindergruppen halten die Studenten ganz schön auf Trab. Am ersten Tag einer Woche „beschnuppern sich die Kinder bei ,Spielen für Viele‘ erst einmal“, erzählte Heer. Den Kindern werden 
unter anderem „Fahnenrallyes“ (Fangspiele) geboten, bei denen 
sie sich austoben können, 
erklärte Student Clemens Weichert, der dem Leitungs- und Organisationsteam der Ferienspiele angehört.

Donnerstags geht es immer mit Sonderbussen ins Aquamar, was „mir am allerbesten gefällt“, offenbart der achtjährige Julius aus Marburg. Zum Abschluss einer jeden Woche gibt es freitagnachmittags ein Spielefest. Nach all der Aufregung können sich die Kids an heißen Tagen sogar abkühlen – dazu kommt eigens die Feuerwehr Mitte mit einem Löschfahrzeug und spritzt die Kinder nass.

Aber auch die vermeintlich kleineren Dinge wie das Essen gefallen, zum Beispiel der achtjährigen Juliana aus Wiesenfeld (Burgwald) im benachbarten Landkreis Waldeck-Frankenberg. Sie stellt aber eine Ausnahme dar, das Angebot richtet sich eigentlich nur an Marburger. Viele der Projekte sind außerdem immer zu bestimmten Überthemen, dieses Mal zu „Zirkus“ und „Spiele selber bauen“.

von Yannic Bakhtari

 
Bei diversen Workshops werden die Kids betreut, wie hier Andreas beim Flechten. Foto: Yannic Bakhtari
 
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