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Keine Vorfahrt mehr in Tempo-30-Zone

Hohe Leuchte Keine Vorfahrt mehr in Tempo-30-Zone

Die Vorfahrtregelung in der Tempo-30-Zone ander „Hohen Leuchte“entspricht nicht der Straßenverkehrsordnung - das haben OP-Recherchen ergeben.

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Eine Bilderfolge, die bald Vergangenheit ist: Wer von der Ockershäuser Allee in die Hohe Leuchte fährt, befindet sich in einer Tempo-
30-Zone, in der rechts vor links gilt. Doch nicht an der Abzweigung Richtung Friedhof. Dort wird den Autos Richtung Sackgasse Vorfahrt gewährt. Autofahrer Richtung Friedhof fahren aus der Tempo-30-Zone in eine Straße, in der die Geschwindigkeit auf Tempo 30 begrenzt worden ist. Bergab werden sie an der gleichen Stelle darüber informiert, dass sie nun, nachdem sie

Ockershausen. Die Straße „Hohe Leuchte“ ist als Tempo-30-Zone ausgewiesen. Und in einer solchen gilt grundsätzlich rechts vor links. Doch am Abzweig Richtung Friedhof steht ein Verkehrsschild, das den Autofahrern mit Ziel Sackgasse Vorfahrt gewährt. Zusätzlich befindet sich auf der Straße auch noch eine weiße durchbrochene Linie.

Wer mit dem Auto aus Richtung Friedhof kommt, wird kurz vor der Einmündung darauf hingewiesen, dass eine Tempo-30-Zone beginnt, muss aber kurz danach Vorfahrt achten.

Beides entspricht nicht den grundsätzlichen Straßenverkehrsregeln, die für eine Tempo-30-Zone gelten. Die OP hat deshalb am Mittwochnachmittag bei der Stadt nachgefragt.

Aufgrund dieser Nachfrage habe sich umgehend ein Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörde an Ort und Stelle ein Bild gemacht, teilt Stadt-Pressesprecher Ralf Laumer mit. Das Ergebnis: Die Regelung entspreche tatsächlich nicht den gesetzlichen Vorgaben und werde deswegen rückgängig gemacht.

Das bedeutet: Künftig gilt in der Hohen Leuchte rechts vor links. Das heißt im Einzelnen: Autos, die bergauf in Richtung Sackgasse fahren, müssen künftig dem Verkehr aus Richtung Friedhof Vorfahrt gewähren. Dieser muss allerdings weiterhin wie schon bisher die Autos aus Richtung Sackgasse zuerst fahren lassen. Um auf die neue Regelung hinzuweisen, werde die Straßenverkehrsbehörde vorübergehend, wie auch in den anderen Tempo-30-Zonen, Schilder aufstellen, die zur Vorsicht aufrufen.

Dass in der Straße, die am Friedhof vorbei führt, auch Tempo 30 gilt, diese aber nicht in die Tempo-30-Zone einbezogen wird, hat laut Laumer folgenden Grund: „Tempo-30-Zonen dürfen nur in bebautem Gebiet ausgewiesen werden.“ Es sei dort aber trotzdem Tempo 30 angeordnet worden, um Fußgänger zu schützen, die in Ermangelung eines Bürgersteiges auf der Straße gehen müssen.

von Michael Arndt

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