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Keine Blanko-Zusagen für geplante Windräder

"Lichter Küppel" Keine Blanko-Zusagen für geplante Windräder

Das Thema "Windkraft am Lichten Küppel" wird in den Marburger Stadtteilen Moischt und Cappel heiß diskutiert. Die Ortsvorsteher monieren fehlende Kommunikation von Seiten des Magistrats.

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Bereits das Aufstellen der Windmessanlage auf den Lahnbergen sorgte in Teilen der Bevölkerung für Missmut.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Ich finde es nicht gut, dass ich solche Dinge aus der Zeitung erfahren muss“, sagt Horst Mania. Der Moischter Ortsvorsteher bezieht sich dabei auf den gestrigen Bericht in der OP über die Ergebnisse der Langzeitmessungen am „Lichten Küppel“ und dem damit verbundenen Vorstoß von Bürgermeister Franz Kahle (Grüne) zum Bau von zwei Windkraftanlagen.

„Ich würde mir wünschen, dass wir als Ortsbeirat mehr mit eingebunden werden“, erklärt Mania, der bereits eine Anfrage zum Thema an den Marburger Magistrat aufgesetzt hatte. Problematisch findet der Kommunalpolitiker auch das auserkorene Gebiet für die Windräder am „Lichten Küppel“. Dabei handele es sich um ein Naherholungsgebiet, in dem viele Menschen ihre Freizeit verbringen. „Bei einem Bau geht dort viel Land verloren. Man hätte sich dafür einen anderen Platz suchen müssen“, findet Mania.

Ihm sei bewusst, dass der benötigte Strom irgendwo herkommen müsse, jedoch hätte die Moischter Bürger bereits das Aufstellen des Messmastes gestört. In Moischt werde man jetzt auf ein konkretes Papier aus Marburg warten, um dann in einer Sitzung über weitere Schritte zu beraten .

Cappler Ortsbeirat mehrheitlich für Prüfung

Auch aus Cappel kommt keine Blanko-Zusage für das Vorhaben der Marburger Stadtwerke. Wenn die Anlagen ökologisch und ökonomisch sinnvoll sind, bin ich ein Befürworter. Ich habe lieber 100 Windkraftanlagen als ein Atomkraftwerk“, sagt Cappels Ortsvorsteher Heinz Wahlers. Beim Aufstellen der Windkraftanlagen sollte es jedoch nicht bloß um einen „Showeffekt“ gehen. „Der Beirat war in seiner Grundhaltung mehrheitlich für die Prüfung an diesem Standort. Wir können uns jedoch erst in Ruhe mit dem Thema befassen, wenn die Pläne im Detail vorliegen“, sagt Wahlers: „Ich bin aber nur einer von neun, die das entscheiden.“

Ob es ein einstimmiges Ja für einen Bau auf dem „Lichten Küppel“ geben werde, mag Wahlers nicht zu beurteilen. „Die CDU-Fraktion schien bei den vorangegangen Sitzungen ja eher gegen einen Bau.“

von Dennis Siepmann

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