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Kein Zuwachs bei Naturwissenschaften

Uni-Senat Kein Zuwachs bei Naturwissenschaften

Die Studierendenzahlen sind im Sommersemester im Vergleich zum Vorjahr um rund 4,5 Prozent angestiegen. Dies erläuterte Uni-Vizepräsident Professor Harald Lachnit gestern im Uni-Senat.

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Unisenat Marburg. Foto: Thorsten Richter (thr)

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Für ein Sommersemester, in dem es traditionell weniger Studierende gibt, sind es Rekordzahlen: Rund 22800 Studierende haben ihr Studium an der Philipps-Universität aufgenommen (die OP berichtete). Im Uni-Senat lieferte der für „Lehre und Studium“ zuständig Vizepräsident Professor Harald Lachnit gestern eine erste Detailanalyse der Zahlen.

So sei vor allem die Studentenzahl im Fachbereich Rechtswissenschaften rückläufig. Dies liege daran, dass zum vergangenen Wintersemester bei den Juristen eine Zulassungsbeschränkung in Form eines „Numerus Clausus“ eingeführt worden sei, der auch im aktuellen Sommersemester noch gelte.

Größere Sorge bereitet der Uni-Leitung aber noch ein anderer Fakt: Bis auf die Pharmazie, die ebenfalls zugelegt hat, gibt es in den anderen naturwissenschaftlichen Fachbereichen (Chemie, Physik, Biologie, Geographie) keine Steigerung der Studierendenzahl zu vermelden. Dieses sei besonders deswegen bedauerlich, weil es für die Studierenden in diesen Fächern durch die Landesregierung die höchsten Zuweisungen gebe und weil andere Uni-Standorte in Hessen Zuwachsraten bei den Naturwissenschaften zu verzeichnen hätten.

„Wir sehen das mit Sorge. Wir wollen alles dafür tun, dass wir bei den Naturwissenschaften Zuwächse vorweisen können“, sagte Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause. Besonders in den Naturwissenschaften wirke sich der Standortnachteil der kleineren Stadt Marburg gegenüber den Ballungsgebieten wie der Rhein-Main-Region negativ aus. Dass es keine Zuwachsraten gebe, liege nicht an der schlechten Arbeit der Kollegen, fügte Pharmazie-Dekan Professor Albrecht Keusgen hinzu. Während die Studierendenzahlen in den Erziehungswissenschaften konstant geblieben sind, haben alle anderen Fachbereiche mehr Studierende gemeldet, so Lachnit.

von Manfred Hitzeroth

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