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Katholiken starten Zukunftsprozess

1. Katholikentag in Marburg Katholiken starten Zukunftsprozess

Unter dem Motto „Suchet der Stadt Bestes“ gab es rund um die Kirche St. Peter und Paul ein buntes Programm mit Musik und Tanz, meditative und spirituelle Elemente, theologischen Workshops sowie Spiel und Spaß für Kinder.

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Die Teilnehmer des Katholikentags erwartete ein vielfältiges Programm: Gespräche über den Glauben und Workshops waren ein Teil davon.Foto: Ines Dietrich

Marburg. „Wir wollen gemeinsam den Weg beschreiten, uns mit wichtigen Fragen des katholischen Glaubens in Marburg und darüber hinaus zu beschäftigen“, sagte Pfarrer Klaus Nentwich am Samstagabend zur Eröffnung des Katholikentages im Café Leonardo im Hörsaalgebäude, wo ein lebensgroßes Standbild von Papst Franzikus die Besucher erwartete.

Die Idee, einen Katholikentag in Marburg zu veranstalten, sei vor drei Jahren entstanden und nun, „nach vielen Sitzungen, E-Mails und Auseinandersetzungen ist es endlich so weit, der Tag X kann beginnen“, so Nentwich, der betonte, dass bereits in der Vorbereitung auf diesen Tag vieles in Bewegung gekommen sei. „Wir alle freuen uns darauf, dass es endlich soweit ist! Ich hoffe, dass Gottes guter Geist durch die Stadt weht und erkläre den Katholikentag in Marburg für eröffnet!“, rief er unter dem tosenden Applaus all derer, die trotz Dauerregen und Weltmeisterschafts-Achtelfinale ins Cafè Leonardo zu „Kirche in concert“ gekommen waren.

Dort herrschte schon nach den ersten Klängen der „Projektband St. Johannes“ richtige Kirchentags-Atmosphäre, denn die Musiker begannen mit dem Mottolied des Katholikentages „Weite Räume meinen Füßen“ ein. Dem klassischen Kirchentags-Sound konnte sich kaum jemand entziehen - begeistert sangen und tanzten die Besucher mit.

Musikprogramm verheißt Offenheit und Entdeckungsfreude

Schon das Musikprogramm des Eröffnungsabends verriet etwas über den Geist dieses Katholikentages - denn das war geprägt von Offenheit und Entdeckungsfreude. Die katholischen Gemeinden aus Marburg und Fronhausen präsentierten sich aufgeschlossen, dabei fest im eigenen Glauben verankert und deshalb wurde auch jede einzelne Band mit großem Applaus bedacht, darunter das Bläserensemble „Capriccio“, die eine bunte Zusammenstellung von klassischen Sonaten bis hin zu Beatles-Stücken spielten, „Peter, Paul & Mary“ aus Cölbe mit geistlicher Pop-Musik, die „WoodvalleyVoices“ mit Sprechgesang und die Gruppe Ohara aus der Islamischen Gemeinde Marburg, die traditionelle arabische Lob-Lieder intonierte. Gebannt lauschte das Publikum dem eindringlichen Gesang, dessen deutscher Text zum Nachlesen verteilt wurde.

Nach dem Konzert begann die spirituelle Nacht in St. Peter und Paul mit einem Taizé-Gebet, das „sehr, sehr schön“ war, so Teilnehmer am Morgen. Die Gruppe „Lobklang“ spielte und sang dann bis zum Nachtgebet, an das sich die Mitternachtsmesse anschloss.

Wer wollte, blieb bis zum Morgen zur Gebetsnacht in der Kirche, die trotz der späten Stunden sehr gut besucht war. Kein Platz war allerdings am Sonntagmorgen im Gotteshaus mehr frei, viele der rund 600 Besucher des Festgottesdienstes mussten stehen bleiben, fanden dann aber dank der zahlreichen unermüdlichen freiwilligen Helfern doch noch einen Platz. Nentwich begrüßte die große katholische Gemeinde und den Ehrengast, Joachim Wanke, der bis vor zwei Jahren in Erfurt als Diözesanbischof wirkte. „Mit Ihrem Besuch stärken Sie eine jahrhundertealte Brücke, die Elisabeth von Thüringen nach Marburg geschlagen hat“, sagte Nentwich zum Bischof. Der Festgottesdienst wurde musikalisch gestaltet von einem Bläserensemble und Projektchor aller Marburger Pfarrgemeinden und der Band des Christus-Treffs.

Nach dem Gottesdienst begann das bunte Programm mit einem gemeinsamen Mittagessen, Workshops, Informationsständen von katholischen Organisationen und Verbänden sowie zahlreichen Spiel- und Bastelangeboten für Kinder und Jugendliche, bevor am Nachmittag Anselm Grün im Audimax sprach. Mit Live-Musik der Band ¾ Acht endete ein gut besuchter, stimmungsvoller und fröhlicher Katholikentag, der sicher eine Wiederholung erfahren wird.

Ein Bericht über die Veranstaltung mit Anselm Grün folgt.

von Ines Dietrich

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