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Katholiken feiern Fusion von zwei Bildungseinrichtungen

Bischof zu Gast Katholiken feiern Fusion von zwei Bildungseinrichtungen

Der Gemeindesaal der Kirche St. Peter und Paul war zur Vereinigungsfeier des Katholisch-Theologischen Seminars aus Marburg und der Theologischen Fakultät Fulda voll besetzt.

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Auch Bischof Heinz-Josef Algermissen (vorne rechts) war zur Vereinigungsfeier nach Marburg gekommen.

Quelle: Manfred Hitzeroth

Marburg. Knapp drei Stunden lang dauerte die offizielle Feier, ehe sich auch noch ein Gottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul anschloss. Launig und kenntnisreich führte Professor Rupert Scheule Leiter des Katholisch-Theologischen Seminars in Marburg – von den Studierenden und Dozenten liebevoll KS genannt – durch das Programm.

Gefeiert wurde die Vereinigung des KS mit der Theologischen Fakultät aus Fulda. Zu diesem Zweck war auch der katholische Bischof Heinz-Josef Algermissen aus Fulda, der Wegbereiter dieser Fusion, nach Marburg gekommen.

„Die Festigung und Stärkung unserer Hochschuleinrichtungen war in den letzten 14 Jahren eines meiner Hauptprojekte“, sagte Algermissen. Der bereits am 4. Februar erfolgte offizielle Zusammenschluss beider Einrichtungen zu einer juristischen Einheit stärke beide Hochschuleinrichtungen, meinte der Bischof.

Dabei sei es auch notwendig, dort über den Tellerrand hinauszuschauen und einen breiten Diskurs zu wagen. Zuvor hatte bereits die Studierendenvertreterin Victoria Wiegand aus Fulda gesagt, dass sie ffroh über die künftige Kooperation sei. Sie erinnerte daran, dass die Fuldaer Vertragsunterzeichnung von Hochzeitsmelodien und einer Geschichte des „tanzenden Rabbis“ begleitet worden sei. Jetzt gelte es, die juristische Vereinigung von Seiten der Studierenden und Lehrenden mit Leben zu füllen.

Koert sieht Schritt in die richtige Richtung

Staatssekretär Ingmar Jung aus dem hessischen Wissenschaftsministerium machte deutlich, dass die Landesregierung der Fusion beider Einrichtungen voller Freude zustimme. Dass das Katholisch-Theologische Seminar in Marburg – ein An-Institut an die Universität Marburg – jetzt vor Ort Fakultätsstärke erreicht habe, biete neue Perspektiven, sagte Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne).

Auch Uni-Vizepräsident Professor Ulrich Koert sah die Fusion als „Schritt in die richtige Richtung“ und hoffte, dass der Start des von beiden Einrichtungen gemeinsam propagierten Bachelor-Studienganges im kommenden Wintersemester erfolgen könne. Zwar spiele die Evangelische Theologie an der von dem protestantischen Landesfürsten Philipp 1527 gegründeten Universität seit jeher eine herausragende Rolle, aber die Katholische Theologie habe jetzt den Rang einer Gast-Fakultät.

Professorin Bärbel Beinhauer-Köhler, Dekanin des Fachbereichs Evangelische Theologie, erinnerte an die erfolgreiche Kooperation ihres Fachbereichs mit dem katholischen Seminar wie eine Ringvorlesung im vergangenen Semester. Ein Festvortrag des FAZ-Journalisten Dr. Daniel Deckers über den Sinn der akademischen Theologie in Deutschland und ein Gottesdienst mit dem Bischof rundeten das Fest ab.

von Manfred Hitzeroth

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