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Karrieresprung für Dr. Paul

Vom Landgericht zum Bundesgerichtshof Karrieresprung für Dr. Paul

Dr. Carsten Paul, der Vizepräsident des Marburger Landgerichts, wechselt im kommenden Jahr nach Karlsruhe zum Bundesgerichtshof.

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Dr. Carsten Paul wechselt zum Bundesgerichtshof.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Paul wurde gestern vom Richterwahlausschuss des Deutschen Bundestags zum Richter am Bundesgerichtshof, dem höchsten deutschen Zivil- und Strafgericht, gewählt. Der Wahlausschuss setzt sich aus den 16 jeweils zuständigen Landesministerinnen und Landesministern sowie 16 vom Bundestag gewählten Mitgliedern zusammen. Die Richterposten werden in geheimer Abstimmung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen besetzt.

Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Stefan Heck ist Mitglied des Richterwahlausschusses und durfte Paul gestern mitwählen. „Dr. Paul hat seine Expertise und sein Können schon hier in Marburg eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, sagte Heck. „Ich freue mich sehr, dass ein Marburger seinen Erfahrungsschatz und sein juristisches Geschick an einem unserer obersten Gerichtshöfe einbringen wird.“

Schon einmal, von 2004 bis 2007, war Paul am Bundesgerichtshof, damals als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Damals schon sei ihm eine Tätigkeit als Richter an diesem Gericht reizvoll erschienen, sagte Paul gestern nach seiner Wahl der OP. Paul studierte in Marburg Jura und legte dort 1992 sein erstes juristisches Staatsexamen ab. Nach dem Referendariat folgten 1997 das zweite juristische Staatsexamen und seine Dissertation im Strafrecht. 1998 trat er in den höheren Justizdienst des Landes Hessen ein. Zunächst war er am Amtsgericht Kassel tätig. Nach seiner ersten Zeit in Karlsruhe war Paul dann seit 2007 als Vorsitzender Richter am Landgericht Marburg tätig und wurde 2014 zum Vizepräsidenten ernannt. Dort hatte er insbesondere den Vorsitz der 1. großen Strafkammer, der 6. großen Strafkammer (Schwurgericht) sowie der 12. großen Strafkammer (Wirtschaftsstrafkammer) inne.

Die Ernennung zum Bundesrichter wird wahrscheinlich zum 1. April 2017 ausgesprochen. Paul kündigte an, er werde aber auch nach seinem beruflichen Wechsel zunächst in Marburg wohnen bleiben.

Über die Geschäftsverteilung der einzelnen Zivil- und Strafsenate entscheidet das Präsidium des Gerichts. Paul geht aber davon aus, dass er in einem der Strafsenate des Gerichts arbeiten wird.

von Till Conrad

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