Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Karriere begann in Marburg

Wirtschaftsweiser Karriere begann in Marburg

Als Nachfolger von Wolfgang Wiegard ist Lars P. Feld ab dem 1. März einer der fünf „Wirtschaftsweisen“, die die Bundesregierung bei der Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Lage beraten.

Voriger Artikel
Marburger stirbt nach brutalen Schlägen
Nächster Artikel
Investor setzt auf Branchenmix

Professor Lars P. Feld im Frühjahr 2009 bei einer Tagung in Kronberg.

Quelle: Kay Herschelmann

Marburg. Am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Marburger Universität wurde die Botschaft von der hohen Auszeichnung für den Volkswirtschaftler Professor Lars P. Feld mit großer Freude aufgenommen. Schließlich hatte Feld seine erste Professur in den Jahren 2002 bis 2006 an der Philipps-Universität inne, bevor er an die Universität Heidelberg wechselte. „Dass Feld jemand ist, der in seinem Forschungsfeld sehr stark ist, war uns auch schon damals bekannt“, macht Professor Wolfgang Kerber, der aktuelle Prodekan des Marburger Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, im Gespräch mit der OP deutlich.

Laut einem Artikel des Handelsblattes gilt Feld als einer der „Shootingstars“ unter den deutschen Finanzwissenschaftlern. Von 2002 bis 2006 war Lars P. Feld Professor am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft in Marburg. „Er hat schon damals sehr viele Publikationen in wissenschaftlichen Journalen vorzuweisen gehabt und als einer der wenigen Forscher seines Fachs ganz konkrete Politikberatung gemacht“, erinnert sich Kerber. Zudem sei Lars P. Feld ein Wissenschaftler gewesen, der sich immer nicht nur für sein Fachgebiet, sondern auch für gesellschaftliche Probleme interessiert habe. Unter anderem habe Feld die Föderalismuskommission in Sachen Schuldenbremse beraten, erläutert Kerber.

„Ich bin mir sicher, dass er einen guten Wirtschaftsweisen abgeben wird“, sagt Professor Kerber über den ehemaligen Kollegen.

Die Wissenschaftler am Marburger Fachbereich und die Universität Marburg können sich zugutehalten, einen profilierten Nachwuchswissenschaftler nach Marburg geholt zu haben. „Wir haben ihn als erste berufen. Da war er noch nicht einmal fertig mit der Habilitation“, so Kerber. Jedoch sei es damals schon klar gewesen, dass Marburg für den Finanzwissenschaftler wohl nur eine Durchgangsstation werden würde. „Wir haben uns aber gefreut, dass er vier Jahre geblieben ist“, sagt der Prodekan.

von Manfred Hitzeroth

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der gedruckten OP oder bereits am Mittwochabend auf Ihrem iPad.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr