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Kapazitäten aufgestockt

Behinderten-Fahrdienst Kapazitäten aufgestockt

Menschen mit Einschränkungen oder Behinderungen können sich ab sofort zwischen zwei Anbietern entscheiden.

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Kerstin Hühnlein (von hinten links), Lothar Enters, Sharafoden Sheva, Renate Neuhaus (vorne) und Ottmar Amm stellten das neue Konzept vor.

Quelle: Marina Grosse Wiesmann

Marburg. Seit 1999 übernahm die Firma „UniCare“ den Behindertenfahrdienst in Marburg und brachte bereits weit mehr als 50000 Menschen mit körperlichen Einschränkungen sicher an ihr Ziel. Um den momentan 255 Marburgern, die regelmäßig auf diesen Fahrdienst angewiesen sind, auch in Zukunft eine verlässliche Unterstützung anzubieten, hat die Stadt ein weiteres Unternehmen mit ins Boot geholt und erweitert somit die Kapazität des Behindertenfahrdienstes.

Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) sagt: „Menschen mit Einschränkungen sollten durch die zur Verfügung gestellte Mobilität wieder mehr Unabhängigkeit erlangen - dies ist vorrangig Aufgabe der Stadt.“

Ab sofort können die Betroffenen selbst entscheiden, ob sie sich an den „ASU Auto Service UG“ (ehemals „UniCare“) oder „Aktivcar“ wenden. Durch die neue Auswahlmöglichkeit lassen sich Kapazitätsengpässe gut ausgleichen, indem die Menschen auf den jeweils anderen Anbieter ausweichen können. Ein weiterer Vorteil der Neuorganisation ist auch die Einbeziehung des Kernorts Cölbe, der neben den Marburger Stadtgebieten und Stadtteilen ab Juni ebenfalls vom Fahrdienst bedient wird. Renate Neuhaus und Ottmar Amm aus dem Arbeitskreis des Behindertenbeirats freuen sich über das erweiterte Angebot der Stadt: „Die Fahrer sind immer sehr zuvorkommend und hilfsbereit, wir haben bisher nur positive Erfahrungen gemacht und können sagen, dass Marburg in dieser Hinsicht sehr gut aufgestellt ist.“

Um die Menschen sicher zu begleiten, setzt man auf eine sensible Mobilität. „Wir arbeiten regelmäßig eng mit entsprechenden Krankentherapeuten zusammen, die die Betroffenen richtig und vor allem ohne Schmerzen im Fahrzeug sichern können“, erläutert Lothar Enters vom „ASU Autoservice UG“. Auch der neue Inhaber von „Aktivcar“, Sharafoden Sheva, möchte den Menschen während der Fahrten ein gutes Gefühl geben: „Wir wollen unseren Nutzern die höchstmögliche Flexibilität und Sicherheit auf den Fahrten bieten.“

Insgesamt können innerhalb eines Monats bis zu zwölf Einzelfahrten in Anspruch genommen werden, wobei die Eigenbeteiligung der Fahrten sich von 1,50 auf 2,50 Euro erhöhen wird. „Durch die gestiegenen Energiekosten und den Mindestlohn, den die Stadt in allen Bereichen befürwortet, kann die Erhöhung der Beteiligung leider nicht vermieden werden“, sagt Vaupel.

von Marina Grosse Wiesmann

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