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Kampfansage gilt CDU-Mann Dr. Heck

Jörg Behlen ist FDP-Kandidat Kampfansage gilt CDU-Mann Dr. Heck

Nach dem krankheitsbedingten Rückzug von Dr. Eva-Christina Scharbatke (dieOP berichtete) stellt sich der Kandidat von vor vier Jahren wieder als Direktkandidat zur Verfügung.

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Dr. Stefan Rupper (von links) mit den geehrten Hannelore Pfeifer (40 Jahre), Angelos Frangoulis (25 Jahre) Karin Eisenack (40 Jahre), dem neuen Direktkandidaten für den Bundestag, Jörg Behlen, und Christoph Ditschler, Direktkandidat des Wahlkreises 13 für den Landtag.

Quelle: Götz Schaub

Wolfshausen. Jörg Behlen, Landwirt aus der Gemeinde Ebsdorfergrund, greift noch einmal an. Wie vor vier Jahren bewirbt er sich um das Direktmandat für den Landkreis Marburg-Biedenkopf. „Ich hätte sehr gerne Dr. Eva-Christina Scharbatke als unsere Vertreterin im Wahlkampf gesehen, weil sie eine sehr talentierte Kandidatin war, aber leider müssen wir damit leben wie es jetzt ist“, sagte Behlen auf der Nominierungsversammlung des FDP Kreisverbandes am Dienstagabend in Wolfshausen. Diese Aussage wurde von allen 24 Mitgliedern gerne gehört und alle wünschen Dr. Scharbatke, die nicht anwesend sein konnte, alles Gute.

Behlen versprach, sich voll einzubringen. „Sie müssen es direkt schaffen“, sagte Dr. Stefan Rupper, parlamentrischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, der an seinem 42. Geburtstag die Versammlungsleitung übernommen hatte. Damit ist gemeint, dass Behlen als neuer Direktkandidat nicht den aussichtsreichen 6. Platz von Dr. Scharbatke auf der FDP-Landesliste übernehmen konnte, weil bei einem Kandidatenrückzug automatisch die nächst Folgenden auf der Liste aufrücken. Behlen ist von dem Wiedereinzug der FDP in den Bundestag überzeugt. Es gelte nun, die Wahrnehmung der Partei in der Bevölkerung wieder auf den Stand von vor vier Jahren zu bringen. Denn weder personell als auch inhaltlich habe sich die FDP seither verändert. Sie demonstriere Verlässlichkeit und ihre Mitglieder zeichneten sich durch eine liberale Lebensart aus, die für eine offene Bürgergesellschaft einstehe und sich deshalb auch für den Marktfrühschoppen in Marburg ausspreche.

Gleichzeitig sagt Behlen über den Spatenstich zum Bau der Moschee in Marburg: „Als bekennender Christ sorge ich auch dafür, dass jeder seine Religion ausleben darf, so lange dies friedlich geschieht und niemand in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt wird.“

Die letzten drei Wahlerfolge bei Landtagswahlen zeigten auf, dass die FDP durchaus gewollt werde und ihre Politik vonnöten sei - sicher auch in Berlin. Deshalb zeigte sich Behlen nach seiner Wahl, 21 stimmten mit ja, drei enthielten sich, sehr ungehalten über die Aussage seines Mitbewerbers Dr. Stefan Heck von der CDU. Laut eines Zeitungsartikels habe dieser verlautbart, dass jede Stimme für die FDP eine verschenkte Stimme sei. Behlen: „Grundsätzlich ist keine Stimme, die in der Wahlurne landet, eine verschenkte Stimme.“ Die Äußerung von Heck empfindet er als unverschämt. „Und so etwas kommt von einem Mann, der es seit seiner Zugehörigkeit zum Kreistag noch nicht einmal geschafft hat, dort eine Rede zu halten. Ich freue mich schon auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit Heck im Wahlkampf.“ Behlen machte damit deutlich, dass er trotz einer erneut möglichen Koalition mit der CDU den eigenständigen Wahlkampf der FDP vorzieht.

von Götz Schaub

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