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Kampf gegen Rechtsextremismus

Projekt Kampf gegen Rechtsextremismus

Der St. Elisabethverein hat für sein Präventionsprojekt "Rote Linie" rund 125 000 Euro bekommen. Die Förderung erhalten die Marburger vom Bundesland. Das teilte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) am Mittwoch mit.

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Innenminister Peter Beuth (rechts) mit Hans-Werner Künkel vom St. Elisabethverein und Dr. Reiner Becker von der Uni. Foto: Wisker

Marburg. In dem Beratungsprogramm kümmern sich Pädagogen vor allem um Eltern von Jugendlichen, die Teil der rechtsextremen Szene sind. „Es gilt zu verhindern, dass die jungen Leuten gar in organisierte Formen des Rechtsextremismus abrutschen“, sagte Beuth. Obwohl Marburg und der Landkreis „kein Schwerpunkt für Extremismus“ sei, diene die Universitätsstadt als Ausgangsort der hessenweiten Beratung.

Mehr als 50 Familien hat der Verein nach eigenen Angaben seit 2010 begleitet. Wie Beuth mitteilte, gibt es zudem einen neuen Bestandteil des Programms „Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus“. Ab sofort sollen sich Kommunalvertreter - etwa Bürgermeister, Vereine, Beiräte, Kirchen - an das Beratungsnetzwerk Hessen wenden, falls sie im Ort Protest gegen die Aufnahme von Flüchtlingen befürchten. Beuth: „Klar ist, dass mehr Flüchtlinge nach Hessen kommen werden. Wir wollen Ressentiments gegenüber Ausländern sofort den Boden entziehen.“ St. Elisabeth-Vorstand Hans-Werner Künkel: „Da, wo Angst ist, braucht es Beratung. Die Menschen müssen gut bei uns unterkommen.“

von Björn Wisker

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