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Kämpfe um die Gunst des Volkes

Mittelaltermarkt Kämpfe um die Gunst des Volkes

Mönche, Mägde, Majestäten: Zwei Tage lang strömten Hunderte Mittelalter-Fans durch den Schloßpark und die Oberstadt. Sie unternahmen eine Zeitreise in Marburgs spätmittelalterliche Vergangenheit.

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Marburg . Kaufleute und Handwerker boten Waren an: Gewürze aus dem Orient, Tuche aus Flandern, Waffen- und Eisenwaren aus dem Süden. Und natürlich gab es Musik.  Die Kumpanei Kramer Zunft und Kurtzweyl organisierte den Mittelaltermarkt im Schloßpark, zu dem am Wochenende etwa 4000 Besucher strömten.

 

„In einer kulturellen Stadt wie Marburg ist so etwas natürlich immer besonders schön“, sagt Büttel Mollinarius, Ordnungshüter und Organisator des Marktes. „Markttage sind auch Festtage. Wir wollen das gemeine Volk aus dem Alltagstrott herausholen und in die alte Zeit entführen“, sagt er.  Schmiede, Töpfer, Korbflechter und Steinmetze demonstrierten Handwerkskunst. Kinder konnten selbst Werkzeug herstellen. Daneben gab es Kleidung und Lederwaren zu kaufen und Interessierte konnten sich mit Pfeil und Bogen, Armbrust und Axt an den alten Waffen erproben.
„Wir sind jetzt schon zum elften Mal in Marburg. Wir machen das auch schon seit 34 Jahren. Bei uns ist die Gesetzmäßigkeit, dass die Leute hier Sachen sehen und bekommen sollen, die es wo anders nicht gibt. Die Leute wollen schließlich was erleben“, sagte Mollinarius.

Mittelaltermarkt Marburg 2013. Foto: Miriam Prüßner

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Neben dem Markt war ein Programmhöhepunkt der Auftritt der Gruppe „Cultus Ferox“. Übersetzt: wilde Lebensart. „Wir sind die Band ohne Verstärker, wollen unser Publikum ohne Strom unterhalten und wir sind eine Band, die noch auf die Tische geht. Wir selbst sind Spielleute, die mit einem Piratenschiff umherziehen. “, sagen die Bandmitglieder Strahli und Yangens. Und ohne Strom riss der selbst ernannte Clan das Publikum dann mit Trommeln, Sackpfeife, Dudelsack, Flöte und Drehleier in ihren Bann. Resultat: Partystimmung vor der Bühne.
Aus Tschechien angereist ist die Gruppe Hartigo, die die Fecht- und Ritterkunst zeigt. Mit der Vorführung von Waffen und dem Leben in einem Zelt erhielt auch hier die mittelalterliche Szene ein gutes Beispiel.„Wir wollen Kämpfe darstellen, in Verbindung mit einem Possenspiel, sodass sich Kinder keine Sorgen machen müssen“, sagt Eva Berkova, Gruppenleiterin. „Wir wollen uns Ritter und die Kämpfe angucken“, sagt Frederik (8), der mit seinem Vater Thorsten Matte im Schloßpark war. Lob für den Markt gab es von Daniel Pätzold (29): „Hier passt das Flair, weil Marburg diesen Zeitgeist versprüht.“

von Björn Wisker
und Matthias Weber

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