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Kabelprobleme sorgen für Stromausfall

Störung behoben Kabelprobleme sorgen für Stromausfall

Ein Stromausfall hat am Dienstag Teile von Marburg lahmgelegt. Zudem fielen zeitgleich tausende Internetverbindungen aus.

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Weil Ampeln ausgefallen waren, regulierten Polizisten den Verkehr – wie in der Universitätsstraße.

Quelle: Ruth Korte

Marburg. Zwischen 15.15 Uhr und 16.45 Uhr wurde es dunkel in der Universitätsstadt: Der etwa 90 Minuten anhaltende technische Defekt soll nach Angaben der Stadtwerke Marburg mit Problemen im sogenannten Mittelspannungsnetz zusammengehangen haben.

„Gleichzeitig sind in vier Mittelspannungskabeln Störungen aufgetreten. Hauptsächlich betroffen waren das Südviertel, das quasi komplett dunkel war, und auch einige Bereiche der Oberstadt“, sagte Pascal Barthel auf OP-Anfrage. Aber auch in weiten Teilen der Innenstadt sei es zu Stromschwankungen und damit verbunden auch zu Problemen mit dem Internet gekommen.

Der Auslöser für den Stromausfall ist am Abend noch nicht entdeckt worden. Diesen wollen die Mitarbeiter, die das Netz die ganze Nacht hindurch warten, im Laufe des Tages ausgemacht haben. „Unser Fokus lag erst mal auf der Wiederherstellung der Stromversorgung“, sagt Barthel.

Gelungen sei dies über eine Modifikation bei den Niedrig­spannungsleitungen. „Es ist nach und nach die Versorgung wieder hochgefahren worden.“ Solange die genaue Ursache noch nicht ermittelt ist, könne es weiter zu Schwankungen 
kommen.

Defekte Ampeln haben für lange Staus in der Innenstadt gesorgt, Polizisten regelten zeitweise auf der Universitätsstraße den Auto
verkehr. Die Oberstadt-Aufzüge, die im Gegensatz zum Großteil der Altstadt auch von den Stromschwankungen betroffen waren, sind vorübergehend aus Sicherheitsgründen außer Betrieb gesetzt worden.

Einige Geschäfte schlossen (Foto: Korte), Restaurants und Kneipen versuchten, im Dunkeln den Betrieb aufrecht zu erhalten. Mehrere Firmen berichteten von Computer- und Programmabstürzen. Vereinzelt fuhren Brandschutztrennwände herunter, Brandschutztüren schlossen sich automatisch.

  • Hintergrund: Die defekten Mittelspannungskabel sind Teil des Stromnetzes zur Verteilung der Energie auf Strecken von bis zu 100 Kilometern Länge, die bis in ländliche Bereiche hinein reichen.

von Björn Wisker und Ruth Korte

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